Unsere Reiseroute (blogabond)

Freitag, 30. März 2012

Von Dubrovnik nach Bosnien

Wenn wir „Bosnien“ hören kommen uns noch immer die Schreckensmeldungen von Mostar, Sarajevo und ganz Bosnien in den Sinn. Wie sieht es heute in diesem Land aus??


Aber blenden wir zurück. Am 20. März sitzen wir  am Hafen von Murter in einem Cafe. Da läutet das Telefon! Eine nette Stimme meldet, dass unsere Batterie vor 2 Stunden eingetroffen sei und wir kommen könnten. Profesionell schnell wird die Batterie eingebaut, bezahlt und wir können losfahren, Richtung Dubrovnik. Eine schöne Fahrt der Küste entlang. Da keine Campingmöglichkeit besteht nächtigen wir in einem Hotel mit fantastischer Aussicht auf die Neustadt.





Am nächsten Morgen „erstürmen“ wir die Altstadt von Dubrovnik, gehen treppauf und wieder hinunter über die Stadtmauer. Ein grandioses Panorama über die Dächer eröffnet sich unseren Augen. Wir staunen immer wieder. Was brachten diese Leute mit ihren damaligen bescheidenen Hilfsmitteln für Bauwerke zustande! In den Gassen sind wir für einmal nicht alleine. Viele japanische Gruppen flanieren schwatzend durch die Strassen. Bewundernd bleiben sie vor uns stehen und zeigen auf Targia! Wer weiss, vielleicht sind wir dann in Japan beim Fotoabend eine Attraktion von Kroatien!!!!
























Müde und zufrieden kehren wir zum Auto zurück und fahren los. Über die Nebenstrasse nach Bosnien. Beinahe formalitätslos passieren wir den Zoll. Kurz nach dem Zoll hält uns die Polizei an. Der junge Polizist will neugierig ins Auto schauen. Da hebt Targia ihren Kopf. Mit einem Aufschrei zuckt der junge Mann zurück. Er hat sich richtig erschrocken. Lachend wendet er sich an seinen Kollegen. Nach der Gestik zu urteilen ist es mindestens ein Wolf gewesen, der ihn erschreckt hat! Jetzt möchte er nicht mehr ins Auto schauen und verabschiedet uns lachend...

Durch eine karge, mit massigen Steinen durchzogene Bergwelt gelangen wir in ein offenes Tal. Der Fluss kann noch ungehindert mäandern, Teile der Ebene ist überflutet, wo möglich wird der Boden landwirtschaftlich genutzt. Es sieht wunderschön aus! Die Bosnier sind sehr dienstfertig und nett. An der Tankstelle springt der Tankwart sofort auf um uns zu bedienen.
In Buna finden wir den Campingplatz von Boban. Ein Minicamping! Vor 3 Jahren hat er ihn eröffnet und ist nun dabei, den Platz für die Saison vorzubereiten. Aber wir sind sehr willkommen.






Die Buna Quelle
Senkrecht, ja überhängend erhebt sich die steile Felswand. Aus einer kleinen Höhle schäumt das Wasser und fliesst gleich als Fluss. Es ist Hochwasser, die unteren Terrassen der Cafés sind überflutet. Überwältigt bleiben wir stehen. Aus dem Nichts gleich soviel Wasser! Das haben wir noch nie gesehen! Da müssen wir Euch ein paar Fotos zeigen! (Hier noch ein YouTube Film.)





Targia hat sich über diesen Steg getraut
Schlendern durch die schmucke Altstadt von Mostar, auch hier sind wir von Japanern umgeben. Die Souveniers sind ausgelegt, es wird angeschaut, gefeilscht, gelacht und fotografiert. In einer Ecke hängt ein grosses Poster. Vergiss nicht 1993! Das Poster zeigt die bombardierte Altstadt. Ein Trümmerhaufen war es damals wo wir jetzt stehen. Ja an diese Bilder erinnern wir uns noch gut. Zum Glück sieht die Gegenwart ganz anders aus. 



Doch zwischen den herausgeputzten Häusern stehen immer wieder Ruinen oder Fassaden mit Einschusslöchern und Beschädigungen. 

















Das damals bombardierte Museum (beschädigte Fassade im linken Bild oben) haben sie als Mahnmal stehen lassen. Hoffentlich wirkt es, dass nicht vergessen wird...


Was uns beschäftigt: sehr dominant stehen in den kleinsten Dörfern neue, blendend weisse Moscheen mit Minaretten! Für uns sehr fremdartig, die bosnischen Häuser mit Giebeldächern, sehr oft unverputzt im Rohbau- und dann die weissen Moscheen!! Die genauen Zusammenhänge sehen wir ja als Durchreisende nicht, aber ein mulmiges Gefühl bleibt.

Donnerstag, 29. März 2012

Keine Verbindung

Liebe Gri-Gri Leser

Was ist denn nun mit der Batterie? Klappt die Elektrik wieder? Sind sie denn immer noch in Kroatien? Und wie ist die Filmkarriere von Robi weiter verlaufen?

Leider funktioniert weder Telefon noch Internet in Bosnien - daher müsst ihr euch noch ein wenig gedulden!  Aber, alles wird gut...

Montag, 19. März 2012

"Ferien" in Lozovac


Es ist wunderbar friedlich hier! Überall werden Vorbereitungen getroffen, gemalt, gesägt, betoniert, Pflanzen gesetzt, man spürt das Motto: Putze, putze; die Gäste kommen.... Dabei kommt keine Hektik auf, ein Schwatz liegt allemal drin und es ist gewiss, die Touristen werden in Scharen kommen...

Per Telefon haben wir uns nach der Batterie erkundigt. Sie sollte am Dienstag, 20. März am Nachmittag eintreffen...


Wir unternehmen ab und zu einen Ausflug. Einmal der malerischen Küste entlang nach Primosten. Früher war dies eine Insel, mit einer mobilen Brücke verbunden,  daher der Name „überbrücken“; erst später haben sie den Damm gebaut. Und der ganze Ort wird durch ein einziges Tor erschlossen.

 

















Auch Trogir haben wir uns angeschaut mit seiner, von der Unesco ausgezeichneten Altstadt. Ein „gschpässigs“ Gefühl! Wir flanieren durch die herausgeputzten, malerischen Gassen – alles ist leer; wir sind alleine, die meisten Geschäfte sind noch zu, in den Cafés sitzen ein paar Einheimische.
Wir kommen uns vor, wie in einer Kulissen-Stadt vom Film!





















Apropos Film: Die Karl May Filme sind Euch sicher ein Begriff, damals hier in Kroatien gedreht. Nun, wir hatten die Gelegenheit bei der neuesten Produktion dabei zu sein und mit Old Shatterhand ein Interview zu führen:

Herr Shatterhand, gefällt es Ihnen hier in Kroatien?                                 Ja
Mussten Sie Reitstunden für diesen gefährlichen Stunt nehmen?           Ja
Dürfen wir Sie fotografieren?                                                                     Ja
Herzlichen Dank für das informative Gespräch!


Old Shatterhand reitet wieder.....

Montag, 12. März 2012

Ein Naturspektakel


Wir stehen auf dem schmalen Holzsteg. Um uns tost, gurgelt, plätschert, spritzt und rauscht es. Von allen Seiten fliesst Wasser. 


Durch die Wiesen, die Bäume umspülend, sich über hohe Felsklippen stürzend um dann wieder ruhig in einem Weiher zu verweilen.. Wir befinden uns im Nationalpark Krka bei oder besser auf den Skradinski Buk Wasserfällen. Wie immer sind wir praktisch die einzigen Touristen. Im August tummeln sich hier rund 10'000 Leute pro Tag! Leere Parkpätze, jetzt noch gratis und Targia darf  mit uns kommen... 





Erstaunlicherweise läuft sie ohne weiteres auf den schmalen Stegen zwischen den Wassermassen durch, ja neugierig erkundigt sie die Welt! Aber nach einem Ausflug ist sie jeweils richtig müde....


Diese Wasserfälle sind ein echtes Naturereignis. Über Treppen klettern wir auf Aussichtskanzeln, steigen steil hinab, über Wurzelwerk durch ein Wäldchen, queren auf einer Brücke den See, um auf Augenhöhe die Wasserbecken zu sehen. 

Das Wasser wechselt die Farbe von gleissend weiss über türkis, blau bis dunkel.  In Ruhe sehen wir uns alles an. Gemäss Einheimischen fliesst im Moment nur wenig Wasser (keine Regenfälle und die Schneeschmelze hat noch nicht begonnen)























Auf Skradinski Buk sind auch die Überreste von einem ehemaligen Kraftwerk. Geniale Erfinder haben schon im Jahre 1895 das Wasserkraftwerk Krka (zwei Tage nach dem Wasserkraftwerk Teslas bei den Niagara-Wasserfällen) in Betrieb genommen. So erhielt Sibenik elektrische Energie lange vor zahlreichen europäischen Städten!






Einen Tag später bummeln wir gemütlich durch den Hafenort Skradin (mit Burgruine)












Dank Zoom und Monitor gelang uns die Aufnahme der drei älteren Herren. Was die drei so angeregt diskutieren wird ein Geheimnis bleiben... 

Donnerstag, 8. März 2012

Die Inseln Cres, Losinij, Krk und die dalmatische Küste


Pünktlich wie die Schweizer stehen wir kurz vor 9 Uhr vor dem Tor. Wir avisieren uns per Telefon bei Zoran, dass wir nun hier stehen. Er verspricht, einen Kollegen vorbei zu schicken. Und siehe da, nach einer Viertelstunde fährt Toni vor. Sofort lädt er sein Werkzeug aus und knöpft sich die Batterie vor. Sehr professionell geht er vor. Während er werkelt, diskutieren wir übers Reisen. Er meint, es sei eine verkehrte Welt. Wenn man Jung ist und Saft & Kraft hat, fehlt das Geld - und wenn man alt ist und das Geld hat.... Nun ja, wir nehmen es nicht persönlich, erzählen ihm auch, dass wir schon als junges Paar durch Afrika gereist sind. Ein Privileg der Schweizer? Wohl nicht nur...

Dann verkündet er seine Diagnose: Die Batterie ist nicht kaputt, aber schwach. Sie entlädt sich unter Last viel zu schnell. Aber für die Ferien würde es reichen... Als wir ihm klar machen, dass wir nicht so rasch in die Schweiz zurück fahren und lieber eine neue Batterie kaufen würden, greift er wieder zum Telefon. Zocci (Kosename für Zoran, das kennen wir vom Stojan,er nennt seinen Sohn Zoran auch Zocci) wird uns zurückrufen. Nach mehreren Telefonaten ist klar, es gibt unsere Batterie nicht hier an Lager. Aber sie kann bestellt werden- und wir können diese beim Hauptverteiler in Murter abholen. Wo ist Murter???? Eine Pfupf- Halbinsel zwischen Zadar und Splitt. – Und in rund 14 Tagen wird unsere Batterie dort sein. Mit der Telefonnummer von Ivo, dem Händler in Muster versehen, verabschieden wir uns von Toni.

Nun können wir uns Zeit lassen..... Fahren quer über die Halbinsel zur Fähre nach Cres. Setzen über und „erobern“ die Inseln. Sie präsentieren sich noch kahl, winterlich. Alle Büsche und Bäume ohne Laub und braun. Dafür haben wir die  tollste Aussicht auf’s Meer! Und auch hier die Strasse und Leute für uns! Es ist sehr friedlich. Wir als einzige Touristen werden nicht behelligt, einzig Targia wird immer wieder interessiert angeschaut. In den Cafés sitzen zufrieden die Einheimischen und geniessen die ruhigen Tage, bevor die Touristen wie Heuschrecken einfallen.... In einem geschützten Hinterhof genehmigen wir uns Apfelstrudel und Baklava – da hören wir vertraute Klänge. Swiss Pop Radio! Neugierig fragen wir, warum er einen Schweizer Sender hört. Die Antwort ist klar; dieser Sender bringt sehr gute Musik!! Ha, ist das nicht ein Kompliment??!! Am Abend campen wir an einem vermeintlich ruhigen Ort. Doch es kommen ein paar Schafbesitzer vorbei, die ihre Tiere versorgen wollen. Zwei ältere Herren machen uns darauf aufmerksam, dass dies privates Gelände ist- und campen nicht erlaubt.... Als sie hören, dass wir aus der Schweiz sind, verschwinden sie wieder...

In Mali Losinij fragen wir wieder im Tourist Office nach einer Camping Möglichkeit. Ein riesiger Camping öffnet für uns seine Pforte - wir kriegen einen kleinen Bungalow für das WC und Dusche, der Platz bietet Supersicht auf die Bucht. Mit dem Spazieren ist es schon schwieriger. Am Strand entlang über Stock und Stein, die Wege sind Bergpfade für Ziegen!
Aber wir geniessen es, mal legal zu campieren und ich nutze die Gelegenheit, meine Haare frisch zu tönen..
Über die Insel Krk erreichen wir wieder das Festland und nehmen die Küstenstrasse. Ein Traum für Motorradfahrer! Wunderschöne Kurven, gewaltiges Panorama – und kein Verkehr!

So erreichen wir Zadar mit seiner hübschen Altstadt. Auch die Meer - Orgel hat uns imponiert. Der Wind produziert herrliche Töne und ergibt ein sehr interessantes, rhythmisches Klangmuster.
Stadthaus in Pula 3. Stock- was sagen die Statiker?!!!

Ein typisches Dorf der Insel Cres

Bibi beim kroatischen "Bischi"
ein hübsches Pferd im Hafen von Cres

für Gaby & Marco: Das ideale Transportmittel für Eure Katzen...


Omeletten gefüllt à la gri-gri

Wasser ab dem Dorfbrunnen, auch das Militär hat hier Wasser geholt, ebenso die Dorfbevölkerung - und das hervorragende Wasser erst noch gratis!

Trockenmauern - waren wohl hier die "Hegianer?"

Die Promeniermeile von Mali Losinij
Ein 5* Camping- für uns alleine - wo ist das gri-gri?


Die einzige Schönheit vom Strand.... 

Es lebe der Apéro!

Beim Freiluft-Coiffeur - mit selbst gebastelter Haube

Auf der Fähre nach Krk

Ein ganzer Bergrücken für die Pferde - ohne Zäune; paradiesisch!

Eine Künstler- Plastik- Installation erstellt durch den Wind
... ab Güseldeponie....


Die Meer-Orgel von Zadar

Steinhaus mitten auf dem Feld