Unsere Reiseroute (blogabond)

Montag, 23. April 2012

Olympia


Ich stehe bereit. Rechts und links von mir sind meine Freundinnen. Das Herz klopft mir bis zum Hals; bin ich bereit??? Habe ich genügend geübt, trainiert, mich abgemüht? Da kommt das lang ersehnte Kommando! Wie der Blitz spurte ich los, nur mit einem Ziel vor den Augen; die erste zu sein, die die steinerne Barriere erreicht....



Wie diese Schulklasse Olympia live übt, so muss es auch vor tausenden Jahren den Athleten ergangen sein. Wir stehen im Stadion von Olympia. Vor über 2500 Jahren entstand es am heutigen Standort. Zwischen Start- und Ziellinie sind es exakt 192,27m, die Breite beträgt  28,5m. An den sanften Hängen, ohne steinerne Stitzplätze, fanden rund 45'000 Zuschauer Platz.



Neben dem Stadion befanden sich riesige Bauwerke. Das ganze wurde überragt vom Zeus Tempel mit seiner gigantischen Säulenhalle ( 6 mal 13 Säulen) und der, für damalige Zeit, einmaliger Goldelfenbein Statue von Zeus. Sie zählt zu den sieben Weltwundern der Antike. Der begnadete Bildhauer Pheidias hat diese imposante Statue von 12,4m Höhe in der Werkstatt, gleich neben dem Tempel, erschaffen. Die Giebel wurden durch ausdrucksvolle Kampfszenen mit riesigen Steinstatuen verziert.



Der älteste Tempel ist der Göttin Hera geweiht. Die beiden Giebelenden waren mit riesigen Scheibenakroterien aus Terrakotta geschmückt. Einzigartig im Hinblick auf die Grösse, Farbenpracht des Dekors und das Wechselspiel zwischen plastisch gewölbt und flacher Partie. Wahrlich kunstvoll!


Vor dem Tempel befinden sich die Reste des Altars der Hera. Hier wird seit 1936 mit einer feierlichen Zeremonie als offiziellen Auftakt das olympische Feuer entzündet.

Natürlich waren verschiedene „Trainingshallen“ für die Athleten, Gästehäuser, Bäderanlagen, Schatzhäuser, Versammlungsräume vorhanden. Die riesige Echohalle, deren besondere akustische  Eigenschaft ein siebenfaches Echo hervorbrachte , war ebenfalls ein architektonisch / akustisches Wunderwerk.


Zur damaligen Zeit wurden am vierten Tag der Spiele 100 Stiere geopfert. Die Pilger brachten alle Weihgaben mit und legten diese in die Asche beim Zeus Altar.
Bestimmt war es nicht anders als bei einem heutigen sportlichen Grossanlass! Ein riesiges Gedränge, jeder versuchte, ein Stück vom Kuchen zu erhaschen...



Während der römischen Besetzung erging es den Leuten in Olympia nicht schlecht, im Gegenteil. Unter der römischen Herrschaft wurde weiter gebaut, renoviert und erweitert, die ganze Bevölkerung hatte davon profitiert.

Die Anlage wurde immer weniger genutzt und zerfiel zusehends. Die grossen Erdbeben in den Jahren 522 und 551 n. Ch. zerstörten die Anlage komplett.





Auch heute noch ist die meisterliche Architektur, aber auch die Handwerkskunst in den Ruinen ersichtlich.

Von Korfu nach Olympia zum Schauen und Staunen....

Auf dem Pantokrator, dem höchsten Berg Korfus

Heidi & Targia am Wandern...

Robi fährt derweil auf der Piste...

...und eröffnet das Café für mich!

Reif für die einsame Insel!

Die Brücke bei Patra

welche Eleganz!

wahrlich, der Nussbaum ist weiblich... 
auch von weitem!

In Wirklichkeit war es noch steiler!!!!

Montag, 9. April 2012

Kalimera!


Willkommen in der Gegenwart. Der Regen prasselt aufs gri-gri Dach, ab und zu hallt der Donner. Wir sitzen gemütlich im Warmen. Es ist Ostermontag. Ostern nutzen wir,  um den Blog aufzuarbeiten!
Wir sind hier auf Korfu; der Campingplatz heisst Karda Beach in Dassia. Ein wenig Mitleid habe ich mit unseren jungen Nachbarn, eine Spanierin und ein Engländer. Am Abend haben sie noch fröhlich in ihrem Zelt gelacht und geschäkert, heute morgen sieht die junge Frau eher wie eine getränkte Ratte aus, wie sie ihr Haar auswringt... Da lobe ich unseren Camper in allen Tönen! Und da wir am Strom hängen, können wir uns auch feinen Kaffee mit der Maschine machen!! Ha, die Pads werden immer weniger...

Der Platz ist ideal gelegen, unter alten Olivenbäumen und anderen grossen Bäumen, zum Strand sind es ein paar Meter, zwischen violetten Glyzinien Sträuchern und Quittenbäumen, voller grossen Blüten.

Auch in Ioannina hat es geregnet. Das ist das richtige Wetter, um Höhlenforschung zu betreiben. Die Höhle von Perama liegt nur 2 Kilometer vom Camping entfernt. Unter dem kleinen, „harmlosen“ Hügel im Vordergrund des Bildes ist die Höhle verborgen.
Die Höhle wurde zufällig während dem 2. Weltkrieg entdeckt, als die Bewohner Schutz vor den Bombardements suchten. Nach Kriegsende wurde die Höhle dann touristisch erschlossen. Die Natur ist absolut fantastisch, diese Formen und Farben der Stalaktiten und Stalagmiten! Man sieht Figuren, Gemüse, Fische, alles was Du Dir ausdenken kannst! Und die Grösse der Säle ist überwältigend! Der Weg ist ca. 1,1km lang und führt unterirdisch treppauf und treppab. Wir geniessen die Führung mit einer englischen Familie zusammen in kleinem, privatem Rahmen. Die junge Führerin ist sehr nett und gibt bereitwillig Auskunft, auch auf die neugierigen Fragen der beiden  englischen Jungs.


Der unscheinbare Eingang der Höhle




alter Kalkstein Mosaikweg

Die antike Bibliothek, Hüterin des Wissens...







beachtet die alten Alleebäume
Beim Stadtspaziergang dürfen wir wieder unter Alleen wandeln, die aus bis zu 300jährigen Bäumen bestehen! Einfach imposant! Die Strasse wird dem Durchmesser der Baumstämme angepasst; zum Glück nicht umgekehrt!

Immer diese Albaner!


Wir sind sehr positiv überrascht von Albanien!

Aber erst steigen wir in Raska ins gri-gri, nachdem wir uns von allen verabschiedet haben..
Nach Novi Pazar kurven wir durchs Gebirge, in einem Canyon entlang nach Montenegro.














In der Hügellandschaft treffen wir, eigentlich in jeder Kurve, auf ein Haus, das überhängend gebaut ist. Der beste Parkplatz, natürlich reserviert für Frauen, seht ihr auf dem Foto. (Garantiert immer frei für einen Mann, der fahren kann... trifft 100% auf mich zu)
DER Parkplatz für Frauen!








In einem Flusstal sehen wir diese schönen Meiler. Das sind die einzigen zwei Köhlereien, die wir bis jetzt angetroffen haben.







Um Podgorica, der Hauptstadt, finden wir keine Campingmöglichkeit und übernachten in einem Hotel. Am nächsten Morgen regnet es wie aus Kübeln.  Montenegro ist überraschend teuer! Der Euro drückt die Preise gewaltig in die Höhe.



Hier in Podgorica treffen wir wieder Old Shatterhand! Seine Galoppaden waren so rasant, dass er sich ein neues Pferd anschaffen musste. Er schaut mit seinem Schimmelhengst freudig in eine Zukunft voller Abenteuer! Was denkt ihr, sehen die beiden Stuten und Bibilis.....?





Die Stadtrundfahrt machen wir vom Auto aus und fahren der Küste entlang nach Albanien. Kurz vor der Grenze finden wir am Meer einen hübschen Camping, wo wir in Ruhe übernachten können. Der Grenzübertritt ist schnell und problemlos vollzogen.
Über eine grosse Ebene fahren wir nach Vlora und von dort über eine Nebenstrasse über diverse Pässe.

















Diese wunderschönen, alten und knorrigen Föhren säumt die Passstrasse. Eine grandiose Sicht eröffnet sich uns und wir sind begeistert von der Landschaft.












In einem kleinen Hotel mit tollem Meerblick machen wir Halt und übernachten für 20 Euro.

Auch der Süden von Albanien ist wunderschön, Schaf- und Ziegenherden wandern durch die Berge, kleine Dörfer kleben an teilweise beinahe senkrechten Felswänden, die Leute sind sehr höflich und anständig.