Unsere Reiseroute (blogabond)

Montag, 30. Juli 2012

Budapest by night


Das Parlamentsgebäude bei Nacht

Langsam gleitet das Schiff  auf der Donau an den Prachtsbauten vorbei. In der Nacht mit all den Lichtern ein schönes Spektakel. Wir geniessen die Fahrt. Um den Abend abzurunden „stürzen“ wir uns ins Nachtleben, gehen im Zentrum in einer gemütlichen Bar etwas trinken. Aber wo sind denn all die Leute? Ein paar Touristen, leere Strassen, wo ist das angepriesene, lebendige Nachtleben? Nach Mitternacht wollen wir auch langsam zurück zum Stadtcamping. An der Tramhaltestelle lesen wir auf dem Schild, dass das letzte Tram um 11.40 Uhr gefahren ist... Ja nu, dann gehen wir zur Metrostation.
Aber ohalätz! Die Türen sind verriegelt! Keine Metro verkehrt mehr und das in einer 2 Millionen Metropole! Ein wenig sprachlos stehen wir davor, dann nehmen wir ein Taxi. Der Fahrer winkt nur müde ab, als wir ihn darauf ansprechen: Tja, das ist Ungarn....

Aber Budapest ist eine Reise wert! Alle diese wunderschönen alten Häuser! Sie haben dermassen viele davon, nur die wenigsten sind instand gestellt. Öffentliche Bauten wie Krankenhäuser oder Bahnhöfe sind stark sanierungsbedürftig, das Rollmaterial der Metro und Tram alt und verbraucht! Doch einige Neubauten sind architektonisch schön gelöst.
Der Camping liegt mitten in der Stadt. Locker können wir am Vormittag einen Ausflug machen, zu Targia zurückkehren und gegen Abend nochmals losziehen.
In der nahen Umgebung sind Grünflächen mit Freilaufgehegen für Hunde vorhanden! Vorbildlich und für uns ideal. Targia ist auch hier die ungekrönte Königin und lässt die „Huldigungen“ gelassen über sich ergehen....

Der Puls der Grossstadt schlägt noch gemächlich, ruhig rollt der wenige Verkehr dahin, im Tram und in der Metro finden wir immer einen Sitzplatz, selbst in der Markthalle tummeln sich relativ wenige Leute, die Restaurants sind überwiegend leer. Trotzdem sehen wir die Leute lachen, mit ihren Kindern spielen und sich genüsslich in einem ihrer vielzähligen Thermalbädern räkeln. Es wird dabei geschmust und geschäkert...

An einem anderen Abend beehren wir das Restaurant Halàszbàstya in der Fischerbastei.
Wunderschönes Ambiente an einmaliger Lage mit Aussicht auf die Donau.

Die Kettenbrücke Budaer Burg
Ein Wohn- und Geschäftshaus in "unserem" Viertel das dominante Parlamentsgebäude
die grosse Markthalle Markttreiben
bunte Auslage die Qual der Wahl...
die Fischerbastei im Abendlicht Vorspeise: Tokajwein- Entenleber an einer Sauce mit getrockneten Aprikosen und grünen Äpfeln
Zwischengang: klare Gulaschsuppe Sterlet Fisch in knusprigem Mantel mit Gurkensalat
Zitronensorbet Hauptgang: gepfeffertes Rindsfilet mit Paprikakartoffeln
Dessert: Millefeulle mit Johannisbeerfüllung und Bitterschokoladeneis "unsere" Musiker 

Drei Kellner verwöhnen uns, das 6 Gang  Menu schmeckt hervorragend und die Musik spielt nur für uns auf! Wir erhalten eine kleine Wein und Schnapskunde, wahrlich, wir fühlen uns wie Fürsten im Schlaraffenland!!!

Dienstag, 24. Juli 2012

Camping Napfény, Révfülöp, Balatonsee



Nein, eine fünf Stern Adresse ist dies nicht, aber schlicht ideal, um mit Kindern Ferien zu verbringen. Das tun wir ausgiebig, während zwei wundervollen Wochen!
Der flache, warme See ist super, um schwimmen zu lernen und um ausgiebig im Wasser spielen zu können.

Wir erleben heisse Sommertage im und am See. Aber auch Wind und Sturm rütteln an den Zelten,  20°C empfinden wir schon als kühl und erwägen, die Pullover hervorzuholen.... Unser Vorzelt am Gri-gri bewährt sich auch als „Restaurant“ und „Spielhölle“ für 7 Personen, so richtig gemütlich!
Alle sind sich einig: Campingferien sind der Hit! Die Athmosphäre auf dem Platz, die vielen Kinder, die Spielmöglichkeiten, auch ist der Camping gross, mit kleinem Supermarkt, Restaurant, Glacéstand, Kinderdisco - paradiesisch!

Unsere Ausflüge in die nahe Umgebung sind auch ein voller Erfolg! Wir vergnügen uns im Aquapark in Balatonfüred, erforschen mit einem kleinen Boot die Höhle von Tapolca, schauen uns die grosse Burg von Sümeg an, die Jungs versuchen sich mit Hilfe eines Ritters im Pfeilbogen schiessen und wir alle sind beeindruckt bei den Reiterspielen mit Rittern, Lanzen, Schwertern und wunderschönen Pferden! Im Krokodilzoo haben wir uns die herzigen kleinen und die grossen „gfürchigen“ Krokis angeschaut, die Schlangen bestaunt und der hübschen schnellen Schildkröte nachgeguckt.

Viele lustige Begebenheiten begleiten uns dabei. Eine möchten wir Euch nicht vorenthalten.

Wir sitzen gemütlich im Vorzelt und spielen gemeinsam eine Runde. Da greift Julien zu seinem Glas Eistee und nimmt einen tüchtigen Schluck. Robi ruft noch: Dies ist das falsche Glas; aber schon prustet Julien über den Tisch! Aline richtet sich empört auf, was „speuzt“ der grosse Junge los, nur weil es das falsche Glas ist.... Das Rätsel lüftet sich. Julien hat das Glas von Dan mit Whisky darin erwischt! Die Farbe ist beinahe identisch... Klar brennt ihm die Kehle nach dem grossen Schluck! Alle lachen lauthals und Julien beginnt (als Spass) zu singen und zu tanzen! Seither gönnen wir ihm seinen täglichen Eistee- Whisky!!!!


feine Sandkuchen werden gebacken... das Racer- Team
...und der Champion vom Balaton! im warmen See lässt sich herrlich spielen
sogar ein Fondue bietet das Vorzelt- Restaurant le gri-gri! beim Spass im Aquapark in Balatonfüred
auf der Doppelrutsche, die vor uns sind "ausgestiegen"! in der Höhle von Tapolca, noch haben wir Platz für die Köpfe
hier wird es schon enger.... die Burg Sümeg
konzentriert zielt Julien... auch Nathaniel mit Hilfe des Ritters
derweil die Prinzessin einen Ausritt wagt rasante Kunststücke auf dem Pferd
Der stolze Gewinner des Spiels ein gfürchiges Krokodil
die schnelle Schildkröte

Die Tage fliegen im Nu vorbei, schon sind die „Ferien am Balaton“ wieder Vergangenheit und wir nehmen von unseren Lieben Abschied ....

adieu Balaton.....

Donnerstag, 5. Juli 2012

Hochsommer in Ungarn


Alles klebt am Körper und abends um sieben Uhr zeigt das Thermometer immer noch 40° im Schatten! Seid Tagen ist dies so und kein Regen in Sicht! Die Sonnenblumen lassen durstig die Köpfe hängen, der Mais raschelt trocken! Die ungarische Tiefebene hüllt sich in Dunst und flirrende Hitze. Hochsommer pur!!!!! Diese Weite, Felder bis zum Horizont! Die Mähdrescher fahren in Konvoi, keine Rede mehr von Handarbeit!

ein Brunnen, wie aus einem Film... Mähdrescher in Aktion Weite, soweit das Auge reicht...

Auf den gut ausgebauten Strassen ist wenig Verkehr. Das Fahrrad ist hier Trumpf. Auch die Strassenarbeiter fahren mit dem Velo zur aktuellen Arbeitsstelle . Mit Sense, Gabel und Rechen arbeiten sie sich voran.

Über jeden Fluss führt eine andere Art von Fähre:


Fähre mit seitlichem Schlepper

hier wird die Fähre seitlich
am Seilzug fixiert

Auf der rechten Seite
sieht man das Wasserrad



Störche sind allgegenwärtig in Ungarn
Hitze mit Hitze bekämpfen, das ist die Devise! Hajduszoboszlo (das tönt wie Hajduuschooboschloo) wartet mit einer riesigen Thermalbadanlage auf! Das Wasser ist ganz dunkel und schwefelt nicht, fühlt sich wunderbar weich auf der Haut an – und trotz Wärme fühlen wir uns nach dem Bad wie frisch und neu!
In Bogacs hat es eine Schwefelquelle, auch sehr angenehm.
In beiden Bädern geht es hoch her! So viele Leute tummeln sich zufrieden im Wasser wie auch auf den Wiesenflächen. Überall stehen Stände mit Kleidern, Souvenirs, Esswaren, Glace, Restaurants, Bücherstände, was das Herz begehrt! Da wir kein Wort verstehen, was rundherum gesprochen wird, schauen wir mit den Augen. Oft nehmen wir amüsante Gegebenheiten wahr, staunen, wie es überall ähnlich „menschelt“ das macht uns beiden Spass!







Der Wegelagerer naht...
...der zweite guckt ganz böse.


In Visegrad werden wir von Wegelagerern überfallen – und Robi an den Pranger gestellt!!! Erst nach langem Flehen und Bitten und mit Hilfe von Fressalien wurde mein Liebster wieder freigelassen und wir konnten mit den Musikanten von dannen ziehen...







der arme Robi....

Nun machen wir uns auf in die „Sommerferien“! Ja, ja, das ist wahr. Am Balatonsee treffen wir uns mit unserer Familie auf  einem Campingplatz! Wir freuen uns riesig darauf!





die Verpflegung Der Musikant spielt auf!
Kulturausflug in den Weinkeller Der Traum jeder Mutter -
die Einschlafschaukel!