Unsere Reiseroute (blogabond)

Samstag, 25. August 2012

Die „Neger“ vom Lacu Sarat, der Vulcanii Noroiosi, das Focul Viu; drei Naturspektakel


Ein "Neger" vom Lacul Sarat





Kurgäste am Schlammsee





Lachend stehen wir am Ufer des kleinen Sees. Was geht hier vor? Sind dies Vorbereitungen für einen Fasnachtsumzug der „Neger“? Aber weit gefehlt! Dies hat absolut nichts mit Karneval zu tun. Der Lacu Sarat ist ein Salzsee, in der Nähe der Stadt Braila. Der Seegrund ist mit Heilschlamm bedeckt. Nun schmieren sich die Leute gegenseitig damit ein und stellen sich mit abgespreizten Armen, wie Pinguine in die Sonne, um den Schlamm auf der Haut trocknen zu lassen. Mit den farbigen Badekleidern sieht dies wirklich lustig aus!
Vulcanii Noroiosi
Das müssen wir auch ausprobieren. Dank dem Salzwasser schwimmen wir wie Korken auf dem See, er ist nicht tief. So können wir mit den Zehen den „tollen“ Schlamm heraufholen und uns einreiben. Sehen aus wie Aliens!

schwanengleich spritzt der Schlamm hoch
Blubberblassen





Auch mit Schlamm hat ein weiteres Naturspektakel zu tun. Kleinere und grössere Krater sind auf einem vegetationslosem Terrain verteilt. Darin blubbert und brodelt es. Schlamm spritzt hoch und ergiesst sich über den Kraterrand. Blasen bilden sich und platzen wieder, es riecht nach Schwefel. Durch die Schuhsohlen ist die Hitze zu spüren! Dies ist der Vulcanii Noroiosi.

es entstehen neue Schlammstrassen
Das Focul Viu ist die Variante mit Feuer. Auf einer kleinen Fläche tritt entzündetes Gas aus und schiesst mit einer Flamme in die Höhe. Aber wie wir gespannt daneben stehen, ist alles kalt und still. Kein Feuer!! Der Oberteufel Mefi macht wohl Pause in der Hölle....
warten auf das Feuer beim Foul Viu
Wieder unten im Dorf fragen wir einen jungen Polizisten nach dem Feuer. Eifrig nickt er und deutet gegen den Hügel. Fassungslos starrt er auf unsere Fotos. „Was kein Feuer, das muss ich mir anschauen gehen; vor einem Monat war ich oben, damals hat es gebrannt“ gibt er uns zur Auskunft.
sehr selten werden die Pferde geritten
hier um das Pferd am Fluss zu tränken
mitten im Grünen entdeckten wir
diese Ölförderpumpe

Aber die Fahrt durch die Flusstäler entschädigt uns, eine wunderschöne Landschaft eröffnet sich uns und wir finden jeden Abend einen sensationellen Übernachtungsplatz.
Bei der Donauflussgabelung nach Giurgeni stehen wir ganz alleine am Ufer, weit und breit kein Mensch – und keine Tiere. Targia freut sich, dass sie auch wieder einmal herumrennen kann!
Der spektakuläre Sonnenuntergang war für uns zwei alleine!!!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen