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Montag, 22. Oktober 2012

Oskar Schindlers Fabrik und Auschwitz Birkenau Zwei Gedenkstätten aus dem 2. Weltkrieg


Wir stehen vor dem grossen Pult von Oskar Schindler und schauen uns in seinem ehemaligen Büro um. Hier hat er die berühmte Liste geschrieben, hat den Juden in ihrem Elend geholfen! Zum Glück gab es viele Leute wie ihn! (Steven Spielberg hat dies in einem brillanten Film „Schindler’s list“ umgesetzt)
Als Nazi ist er 1939 mit den Besatzern nach Krakow gekommen und hat eine Emaille Fabrik  übernommen. Da er für die Deutsche Besatzungsmacht kriegswichtiges Material herstellte ging es wirtschaftlich steil bergauf, zumal er jüdische Zwangsarbeiter beschäftigte.  Schindler genoss als Lieferant der Nazis alle Privilegien und gehörte der verwöhnten Oberschicht an.
Zunehmend stiess ihn der brutale und Menschen verachtende Umgang der Nazis gegen die Juden ab. So begann er, „seine“ Mitarbeiter vor der SS zu schützen. Er ging soweit, dass er Kinder oder Akademiker als Metallarbeiter ausgab, erwirkte, dass er ein internes Lager auf dem Fabrikareal für seine Mitarbeiter errichten konnte, wo die SS keinen Zugang hatten.  Die SS hatte keinen Zutritt ins Fabrikareal, weil Kriegsmaterial produziert wurde.  Auch beschaffte er für „seine“ Juden Lebensmittel. Gegen Ende des Krieges, als auch seine Mitarbeiter nach Auschwitz geschafft wurden, gelang es ihm, sie wieder aus dem KZ zu befreien! Es war die einzige grössere Gruppe, die während das Vernichtungslager in Betrieb war, das Lager lebend verlassen konnten! So bewahrte er über 1100 Juden vor dem sicheren Tod!
Nach dem Krieg war Oskar Schindler geschäftlich nie mehr erfolgreich und lebte verarmt in einer kleinen Wohnung in Deutschland. Doch „seine“ Juden haben ihn nicht vergessen und  luden ihn nach Israel ein. Während Jahren pendelte er zwischen Deutschland und Israel hin und her, immer willkommen bei den „Schindler Juden“!
Seine Fabrik ist heute ein Museum mit einer wirklich sehenswerten und ansprechenden Ausstellung mit fundierten Informationen.

Oskar Schindler mit Pferd
Gedenktafel



Eingang zu Schindler's Fabrik


Ghetto- Eingangsbeschriftung
Befehl an die Juden










Bau der Ghetto- Mauer


Eingang zum KL Auschwitz Arbeit macht frei - wie zynisch!
In Ausschwitz Birkenau werden wir von einer deutschsprachigen Führerin empfangen.
Wir sind völlig erschlagen von der Grösse der Anlage!
Unfassbar grauenhaft, was hier geschehen ist! Beklemmend, all die Schuhe, Haare, Koffer  und viele Fotos der Deportierten zu sehen.

Per Bahn wurden sie aus ganz Europa hergebracht, bis 2500km, zusammengepfercht in „Viehwagen“. Kaum waren sie auf der Rampe ausgestiegen, wurden sie sortiert. Die meisten der Ankommenden wurden gleich umgebracht, Frauen, Kinder, ältere und Kranke Menschen; die Minderheit ins Lager aufgenommen, registriert, nummeriert, fotografiert und zur Zwangsarbeit verurteilt, wo sie nach kurzer Zeit auch starben, aus Hunger, Krankheit, Kummer..... Die Fotos an den Wänden dokumentieren, dass das durchschnittliche Überleben im Lager 2 bis 3 Monate war; einfach grässlich.
Das Lager wurde immer mehr ausgebaut. In der Eile stellte man Holzbaracken (ehemalige Pferdeställe für 52 Tiere) auf, worin dann rund 400 Menschen in grosser Enge hausen mussten. Latrinen und Waschräume gab es viel zu wenige,  die Eingesperrten wurden gequält, schikaniert und gedemütigt, ihrer Würde beraubt, wirklich menschenverachtend, arrogant!



elektrisch geladene Stacheldrähte
als Begrenzung des KL
aus ganz Europa wurden Menschen
nach Auschwitz Birkenau deportiert











von den Besitzern
angeschriebene Koffer
den Menschen abgenommene Schuhe...



durchschnittliche Überlebensdauer
im Lager



registrierte Gefangene







von einem ehemaligen Gefangenen gezeichnet





















Eingangstor Birkenau von Innen

Die angekommenen Menschen werden
auf der Rampe von SS Leuten selektiert

Frauen und Kinder auf dem Weg in die Gaskammer

Ein riesiges Areal

Die Kamine markieren die Standorte der Holzbaracken
im Hintergrund ein Steinhaus

Betten auf 3 Etagen im Innern

eine Gruppe Jüdischer Besucher




Offiziell 1,1 Millionen, geschätzt könnten es bis zu 1,5 Millionen Menschen gewesen sein, die hier während dem zweiten Weltkrieg umgebracht worden sind!
Sichtlich bedrückt wandern die vielen Besucher durch die Anlage.


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