Unsere Reiseroute (blogabond)

Samstag, 24. November 2012

Ganz persönlich





Heute Abend haben wir die Mitteilung erhalten, dass Fiona, die Tochter von Manu und Michi unverhofft und ohne Vorzeichen gestorben ist. Das macht uns tieftraurig! Die kleine Prinzessin Fiona wird auch uns sehr fehlen und wir werden ihr unverkennbares Lachen vermissen!

Drei auf einen Schlag – und noch Supplement!

Venta Rumba

Unglaublich aber wahr, in Kuldiga, Lettland,  kann man drei verschiedene Sehenswürdigkeiten besichtigen – und noch mehr!
der Wasserfall
Eine ist wahrhaftig zum schmunzeln! Auf diesem Bild ist der höchste Wasserfall von Lettland zu sehen, stolze 4,5 Meter hoch!

die Stromschnelle
Da gibt das zweite Naturschauspiel, der Venta Rumba viel mehr her! Eine Stromschnelle, die in einem sanften Halbrund über die ganze Breite von 249 Metern des Venta Flusses verläuft. Im Frühling und Herbst springen hier die Fische über die Stromschnelle hinauf. Im Sommer ist der Fluss ein riesiges Planschbecken und die Stromschnelle eine natürliche Dusche, nun im November ist der Wasserstand hoch und es fliesst viel Wasser über die Stromschnelle.

Eine der längsten, befahrbaren Backsteinbrücken Europas überspannt den Fluss Venta.
Schon im Jahre 1874 überlegte sich der vorausschauende Planer der Brücke, die Breite so zu dimensionieren, dass sich zwei Kutschen kreuzen können.





Was gäben wir dafür, wenn eine Fee Geld vom Himmel regnen lassen würde.... Wozu?
In Kuldiga stehen enorm viele, wunderschöne alte Häuser, erstellt in ganz unterschiedlichen Baustilen. Heute sind die Häuser in sehr schlechtem Zustand aber natürlich trotzdem bewohnt. 
Offensichtlich fehlt es an den nötigen Mitteln, um die Häuser zu renovieren.
Die Letten sind dabei, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Schritt für Schritt den Ort  zu sanieren. So wird es ihnen sicher gelingen ein Schmuckstück aus ihrem Städtchen zu gestalten. Die Strassen und Gehwege sind zum Teil bereits schon in einem ansprechenden Materialmix instand gestellt.



















Das unglaublich vielgestaltige, schöne Städtchen inkl. Strassen und Parkgestaltung zu erneuern  das würde richtig Freude bereiten. Also bitte liebe Fee gib den Kuldiga Bewohnern viel Geld und gute Planer - wie damals beim Brückenbau!

Freitag, 23. November 2012

Berg der Kreuze



Staunend stehen wir vor den zwei kleinen Hügeln. Kreuze, soweit das Auge reicht! Aufgestellt, liegend, aneinander gelehnt, angehängt, auf Haufen getürmt, alte, neue, aus Holz, Metall, Stein, schlicht, verziert, keine Form, die es nicht gibt! Auch zwei Kreuze aus Motorradketten haben wir entdeckt!  Ebenfalls ist die Schweiz mit einem Kreuz für Niklaus von der Flüe vertreten. Über 200 000 Kreuze sind es, die im Laufe der Jahre hierhin gebracht wurden.



Schon im 19. Jahrhundert begannen die Einheimischen ein Kreuz aufzustellen um für Gesundheit zu erbitten. Andere wiederum stellten Kreuze auf, um der Toten des Aufstandes  von 1863 zu gedenken. Es war ein Zeichen gegen die Autorität des russischen Zars, der die Aufständigen kurzerhand ermorden liess. Die Angehörigen stellten heimlich und nachts die Kreuze auf so dass keiner erkannt werden konnte.

Seit der Unabhängigkeit Litauens ist der Hügel zum Wallfahrtsort geworden. Litauer bringen Kreuze in Gedenken an ihre Liebsten oder um für Glück und Gesundheit zu bitten. Längst sind die zwei kleinen Hügel zu klein geworden und die Kreuze breiten sich in die Ebene aus.










Wahrlich, ein Kunstwerk von über 200 000 Tausend Menschen erschaffen!

Mittwoch, 14. November 2012

Auf der Kurischen Nehrung



Satellitenbild von Wikipedia
Meine Füsse stecken im heissen Sand, Möven segeln kreischend im Wind, die Sonne brennt auf meinen Rücken. Mhhh soll ich nun im Meer oder im See (Haff) baden gehen??? Wer die Wahl hat....
Aber wie ich die Augen wieder öffne ist der Sommertraum dahin.






die Ostsee

Blick aufs Haff



Ich stehe auf der zweithöchsten Düne (über 60 Meter) von Europa, der kühle Novemberwind bläst mir um die Ohren, aber wunderschön ist es und der Himmel bietet uns ein sensationelles Lichtspektakel! Zur rechten sehe ich die Wellen der Ostsee, zur linken den ruhigen See. Und geradeaus hinter den Dünen sind die Russen zu Hause! Von weitem sehen die Dünen „harmlos“ aus, aber von nahe sind sie schon imposant! Sie wandern pro Jahr zwischen einem halben bis zehn Meter! In früheren Zeiten mussten die Bewohner jeweils ihr Haus wieder an einem neuen Ort aufbauen, da das Dorf unter einer Düne begraben wurde.
Seit Jahren werden nun mit dem Anpflanzen von Föhrenwäldern die Dünen stabilisiert.
Blick von der Düne Richtung Russland
die hohe Düne bei Nida


gut sichtbar, wie die Düne wandert
die Kornuspflanzen werden allmählich
eingedeckt













Diese schmale Landzunge  zwischen Meer und Süsswassersee ist faszinierend, landschaftlich sehr reizvoll und voller Kontraste. Die Nehrung ist 98 km lang  und zwischen 3,8 km und 380 Metern breit. Auf litauischer Seite ist die Nehrung nur mit der Fähre in Klaipeda erreichbar.



typisches Holzhaus auf der Nehrung

ehemaliges Sommerhaus von Thomas Mann
heute ein Museum

dieser altertümliche Kompressor
steht zur Arbeitsaufnahme bereit....

rasantes Surfen auf dem Haff

frisch gefällte Birke
den Biber sahen wir leider nicht


In ganz Litauen sind die Warnschilder Achtung „tanzende“ Hirsche aufgestellt. Einen Hirsch haben wir bis jetzt nie gesehen, dafür auf der Nehrung einen jungen Elch! Vermutlich wurde er von Jägern (die wir nach dem Elch angetroffen haben) aufgescheucht und er stillte seinen Durst in der Pfütze auf der Strasse. So konnten wir ihn in Ruhe beobachten.


der junge Elch am trinken

ich glaub mich knutscht ein Elch!

aufmerksam schaut er sich um- und verschwindet....


Hier im Norden gehen wir mit dem Tagesrhythmus. Um halb 5 Uhr nachmittags suchen wir uns einen Übernachtungsplatz, da es um 5 Uhr schon dunkel ist und am Morgen stehen wir erst um 9 Uhr  auf, da das Tageslicht gefühlte 7 Uhr Schweizerzeit ist! Wir geniessen die langen Nächte....