Unsere Reiseroute (blogabond)

Donnerstag, 29. August 2013

Das Beinhaus von Kutna Hora




Im Grunde genommen ist dies kein Ort zum Lachen oder Schmunzeln – doch der Kreateur dieser sorgfältigen Installation bringt uns dazu. Vor rund 140 Jahren zeigte ein Mann grossen Humor und Einfallsreichtum.
Da hat er aus praktisch sämtlichen menschlichen Knochen einen Kronleuchter gestaltet, Girlanden aus Schädeln und Knochen baumeln vom Gewölbe, das Wappen des Arbeitgebers ist dargestellt, Blumenvasen, Ornamente aus Schulterblättern und Hüftknochen, ein Skelett mit Flügeln aus Oberschenkelknochen, riesige Pyramiden aus Schädeln sind aufgeschichtet, die Vergänglichkeit des Menschen wird dem Besucher drastisch vor Augen geführt.

Ende des 15. Jahrhundert wurde ein grosser Teil des alten Friedhofes aufgehoben und die exhumierten Knochen ausser- und innerhalb der unterirdischen Kapelle gelagert.
Im Jahre 1784 löste Kaiser Joseph II. das Sedletzer Kloster auf und alle Grundstücke wurden von der Fürstenfamilie Schwarzenberg aus Orlik erworben. Sie beauftragten den Holzschnitzer, Frantisek Rint, mit der einzigartigen Kapellenverzierung aus den Knochen und Schädeln.
Im Mittelalter war Kutna Hora ein wichtiger Ort mit Silbermine und Münzstätte und somit Ziel  kriegerischer Auseinandersetzungen.
Bei manchen Schädeln sieht man die brachialen Verletzungen, verursacht durch Schwerter, Spiesse oder Pfeile. Dass doch ab und zu einer die Verletzungen überlebt hat, zeugen die Heilungsprozesse an den Schädeln.
Auch an der Pest starben damals sehr viele Leute, welche auf dem alten Friedhof begraben wurden.

Das Beinhaus ist die letzte, bizarre und sehr spezielle Ruhestätte von rund 40 000 Toten.




Die Pestsäule erinnert an die
zahlreichen Verstorbenen














Dienstag, 27. August 2013

Prag, ein heisses Pflaster



Der Hochsommer ist zurück, die Hitze flirrt über dem Kopfsteinpflaster, dicht gedrängt schieben sich die Besucher über die Brücke. Doch die Bridge Band lässt sich nicht ablenken. Mit Inbrunst und Können jazzen sie, bis das Waschbrett beinahe schmilzt....
Auf dem Hauptplatz spielen die Böhmischen Barden und versetzen uns ins Mittelalter.
An der nächsten Ecke erklingen klassische Melodien, die Zuschauer applaudieren freudig. Und mitten drin steht entrückt der Robin Williams von Prag und schmachtet, was das Zeug hält.
Prag am Abend mit all den Lichtern, wunderschönen Häusern und den flanierenden Leuten ist sehenswert. Auf der Brücke wird emsig gezeichnet, portraitiert und Karikaturen erschaffen. In den Beizli wird debatiert, geschwatzt und gemütlich ein Bier getrunken. Man lässt es sich gut gehen...

Aber nicht alle in Prag stehen auf der Sonnenseite. In keiner europäischen Grossstadt haben wir bis jetzt so viele Randständige und Bettler angetroffen wie hier.
Auch wird der Tourist arg geschröpft. Um den jüdischen Friedhof anzuschauen hätten wir 50 Franken bezahlen müssen, rund 2 Stunden anstehen, um dann in der Masse „durchgeschleust“ zu werden. Das war uns zuviel und wir verzichteten darauf!
So lassen wir uns lieber noch ein wenig durch die Menge treiben und all die dargebotenen Spektakel geniessen.....

Auf dem Camping in Zizkov stehen Fahrzeuge dicht an dicht. Wir zwischen Italien und Spanien. Die Spanier sind eine Familie aus Barcelona. Wie Javier der Vater den Wohnwagen parkieren will, bricht der Bolzen des Stützrades – und da steht er, mitten auf dem Weg! Einmal mehr ist Robis Handbohrmaschine Gold wert! Im Handumdrehen ist ein Loch gebohrt, eine Schraube montiert und der Wohnwagen kann geparkt werden!
Mit spanischem Charme bedankt sich Christina für unsere Hilfe!

Im kühlen Gewölbekeller des Gespenstermuseums wird uns das Gruseln gelernt. Jetzt nur nicht den Kopf verlieren....

Die Bridge Band in Aktion

ein Drehorgelspieler


Passend zu den Rasta- Locken
Reggae 
im Duett
Er gibt alles
Die Böhmischen Barden
schmettern Mittelalterlieder

der Robin Williams von Prag
Klassisches Konzert
den Besuchern gefällt's
der Hauptplatz am Abend


im riesigen Topf wird in
grossen Mengen gekocht


eine schöne Fassade
am Wenzelsplatz
Die astronomische Uhr
am Rathaus zieht
Menschenmassen an

dazwischen dies!
Architektur ist Geschmacksache!

Blick auf die Altstadt
der Petrin Aussichtsturm,
auch kleiner Eiffelturm
genannt
Töffler
mit zwei Beifahrerinnen!



Palais Lobkowicz, heutige Deutsche
Botschaft, geschichtsträchtiges Gebäude

Die Trabi Skulptur im Garten erinnert
an den 30.09.1989; Ausreisemöglickeit
von 4000 DDR Bürgern

liebevoll dekoriertes Fenster

leidenschaftlich gegrillt



mondän kutschiert
das Burgviertel
die weniger schöne Seite
eine Gruppe Randständiger
auch der Hund wird beim Betteln
eingesetzt



eine feine Süssigkeit
handgemacht
ein Kaffee in Ehren...




sogar "Bibelis" im Ausverkauf

das Beste bei dieser Hitze!
Die Karlsbrücke, voller Leute

fröhliche Teenies bei der Rast


das gri-gri in guter Gesellschaft!


der Wenzelsplatz in der Nacht
der imposante Pulverturm
im Untergrund
Geistermuseum mit Hexenküche
eine Erscheinung
kommt durch die Wand

der Ritter ohne Kopf
jetzt nur nicht den Kopf verlieren..