Unsere Reiseroute (blogabond)

Mittwoch, 23. April 2014

Herzlicher Empfang in Georgien




Allmählich wird es Abend über der Stadt Batumi. Wir haben  eine Zeitverschiebung von einer Stunde und müssen die Uhren neu stellen. Im Hafen fragen wir den Hafenmeister, ob wir hier für die Nacht bleiben können. „Kein Problem“ versichert er uns freundlich, so suchen wir uns einen Platz am Quai.
Kaum stehen wir, kommt der erste Besucher und lädt uns auf sein Schiff ein. Es ist das Schulungsschiff der Universität, er ist noch immer Lehrer für Navigation. Stolz führt er uns auf dem Schiff umher, zeigt uns den bescheidenen Schulungsraum, den Maschinenraum und den Steuerraum. Anschliessend trinken wir im „Salon“ Kaffee mit seiner Frau und ihm. Offenbar wohnen die Beiden auf dem Schiff. Nach einer interessanten Unterhaltung gehen wir zum gri-gri, um uns das Abendessen zu kochen. Kurz nachdem wir gegessen haben, klopft der nächste Besucher an die gri-gri Türe, um uns auf die Aisi einzuladen, das nächste Schiff am Quai.
Hier sind sie zu fünft. Freudig werden wir zu Tisch gebeten, ein feiner Osterkuchen steht bereit, der eigene Schnaps, eine excellente Mischung aus 70% Trauben und 30% Birnen wird kredenzt.
Sie erzählen von ihren Hobbys. Einer ist Winzer. Mit Enthusiasmus erzählt er von seinen Weinen, dass er eine Goldmedaille für seinen Rotwein gewonnen hat! Der andere ist Bienenzüchter. Den Honig, den sie uns schenken, spricht für sich! So gut, so aromatisch und wunderbar! Sie zeigen uns Fachbücher in Kyrillischer und Georgischer Schrift. Besonders die georgische Schrift sieht aus wie ein Kunstwerk, richtig hübsch! Mit bescheidenen Englischkenntnissen, Händen und Füssen verständigen wir uns. Leider ist uns nicht ganz klar, was die Arbeit der Männer auf diesem Schiff ist. Es hat mit „Bilge Water“ und „Savage Water“ zu tun. Es wird geraucht, getrunken, gelacht und uns immer wieder versichert, Ihr seid in Georgien willkommen! 


vor dem Universitäts- Schulschiff Elita

Der Kapitän zeigt Flagge!

der bescheidene Schulungsraum auf dem Schiff

im Steuerhaus lernen die Studenten
das Navigieren auf hoher See

im Maschinenraum

in der Kombüse

Kapitänskajüte, wie alles andere sehr bescheiden

Kaffeekränzchen im Salon

Einladung auf die Aisi

ein Teil der Crew

georgisches Fachbuch über Bienenzucht

Schriftbild

Kapitän der Aisi

sein Führerschein auf Russisch und lustigerweise
auf Französisch!

Willkommen in Georgien!

Familienferien in Trabzon




Vor zwei Monaten war Trabzon für uns ein Wort auf der Landkarte, inzwischen ist es uns wohlvertraut! Für kurze Zeit flog ich (Heidi) in die Schweiz, um unsere Pässe und Visa abzuholen. Aline und die Mädchen kamen für zwei Wochen Ferien zu uns nach Trabzon. Eine Woche in einen typisch türkischen Appartement, eine Woche im Hotel.

Die Sonne scheint heute am 17. April ins Zimmer, selbst im 5. Stock hört man das Singen und Zwitschern der Vögel. Rasch machen wir uns bereit, um den Sandstrand vor dem Hotel zu erobern. Obschon das Wasser vom Schwarzen Meer noch frisch ist, sind Saskia und Larissa voll dabei und bis zum Ende patschnass!
Die Ferien neigen sich schon dem Ende entgegen. Am Sonntag fliegen die Liebsten nach Hause und wir machen uns auf den Weg nach Georgien.

Trabzon, eine moderne Grossstadt bietet touristisch nicht sehr viel. Von der Altstadt sind nur noch Teile der Stadtmauer übrig, alte schöne Bauten sind rar. Doch der alte Markt ist voller Leben, in den engen Gassen drängen sich die Einheimischen; es wird gefeilscht, gekauft und Unmengen von Tee getrunken! Überall werden wir freudig willkommen geheissen, die Kinder geherzt und meist wollen sie wissen, woher wir kommen.

Inzwischen kennen wir die schönsten Kinderspielplätze, Spaziermöglichkeiten und feinsten Beizli mit leckeren einheimischen Gerichten. Auch haben wir uns im Museum umgesehen und das Kanuni Evi besichtigt mit seiner lustigen Ausstellung mit lebensgrossen Puppen in traditioneller Kleidung.

Die Umgebung von Trabzon ist geprägt von grünen Hügeln. Haselnussplantagen wechseln mit Teepflanzungen ab, meist führt die Strasse entlang eines Flusses. Eine solche Strasse nehmen wir für den Besuch der Cal Magarasi. Am Ende des Tales schraubt sich die Strasse in engen Kehren in die Höhe, vorbei an schwindelerregendem Abgrund, bevor wir den Eingang der Höhle erreichen.
Der Wächter erwartet uns schon zum Tee in seinem Café hinter dem Wasserfall. Gestärkt wandern wir dann durch die engen Gänge auf einem Steg über den Fluss ins Innere der Höhle.

In einem anderen Seitental führt uns auch eine schmale Strasse in die Höhe. An den Felsen geklebt erspähen wir das Sumela Kloster. Über einen schmalen Pfad und eine lange Treppe erreichen wir ein kleines Tor, den einzigen Eingang zum Innenhof des Klosters. Über Jahrhunderte war das Kloster Zufluchtsort für die Mönche, nun ist es eine Touristenattraktion und Museum. Schön und eindrücklich sind die Felsmalereien in der Grottenkirche, die Aussicht von der ehemaligen Bibliothek ins grüne Tal herrlich. Heute ist der Innenhof erfüllt mit vielsprachigen Stimmen, früher bestimmt ein ruhiger Ort der Besinnlichkeit und Einkehr.

Dies alles ist schon wieder Vergangenheit! Die Liebsten sind wieder zu Hause und wir haben der Türkei und den Türken am Ostersonntag Adieu gesagt!


Frühstück im türkischen Appartement

Strandidylle vor dem Hotel

da wird gearbeitet!

Gemüse und Früchtemarkt in der Altstadt

eine der vielen Bazar Gassen

mitten im Zentrum neben topmodernen
Gebäuden stehen sehr viele marode Wohnblocks

mit Gärten auf den Dächern

einmal mehr wird Larissa bewundert

der Super- Spielturm lädt zum Rutschen ein

juhuiii

am Wochenende ist der Spielplatz sehr begehrt

das schönste Gebäude in der Stadt

Eingang zum Museum, früher eine Privatresidenz
später hat auch Atatürk hier bei seinen Besuchen
gewohnt

heutiges Kulturhaus

mit Folklore Ausstellung
beide bewundern die Wiege!

Ein Salon aus früheren Zeiten

Auf dem Hauptplatz steht das
Denkmal von Atatürk

nach dem Stadtbummel stärken wir uns beim Picknick
am Strand

Die Hügel beginnen unmittelbar hinter der Stadt

Eine der vielen Teepflanzungen

Haselnüsse an jedem möglichen Standort

gemeinsam geht's schneller
auf drei wird die ganze Scholle miteinander gewendet

ein Vorratshaus am Steilhang

die Abhänge werden bis zu einem Gefälle von 1:1 bewirtschaftet

auch grossflächig, alles von Hand erarbeitet!

auf dem Weg zur Höhle

Eingang zur Cal Magarasi mit Sicht auf die Teehöhle
hinter dem Wasserfall

in der Teehöhle wird Brot und Käse und natürlich Tee
serviert als Gastgeschenk! Nochmals DANKE
für den herzlichen Empfang

unter diesem Stein mussten wir durch...

Saskia und Aline staunen, der Weg führt auf einem
Holzsteg über das Wasser.

Das Sumela Kloster 

Die Eingangstreppe mit der
kleinen Türe

Vor der Felsenkirche

Die Deckenfresken in ihrer Farbenpracht

Daraus ein Detail

Die Aussicht vom Kloster talaufwärts

Abendessen im Restaurant le gri-gri

Boua- Bou im Einsatz

Der "türkische" Lastesel......