Unsere Reiseroute (blogabond)

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Auf Abwegen in den Bergen




Ratlos gucken wir auf die Strassenkarte. Mmm sieht ganz anders aus als in Wirklichkeit! Und das GPS zeigt überhaupt keinen Weg mehr an. Wir vermuten, dass durch den Bau einer neuen Piste die Verhältnisse sich geändert haben. Wir entscheiden uns, auf der Piste weiter zu fahren. Die Piste schraubt sich steil in die Höhe, wieder hinunter und noch steiler hinauf. Schön, sehr schön ist es hier oben. Wir sind die einzigen auf der Strecke, um uns herum erheben sich schroffe, beinahe überhängende, mit Dschungel bewachsene Bergformationen. Spitzen, Kegel, Kuppen, bewaldete Hügel, alles durcheinander und wild gemixt! An einem Fluss liegt ein verschlafenes Dorf, nur das Lachen und Rufen der badenden Kinder ist zu hören. Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen Ausstellplatz im steilen Hang. Es fährt ohnehin keiner vorbei, so verbringen wir eine ruhige Nacht, begleitet vom Zirpen der Grillen und dem Rufen eines Nachtvogels.
Am nächsten Morgen kommen wir über enge Kurven in ein verstecktes Tal hinunter. Wir passieren einen Militärposten mit Barriere. Sie winken uns fröhlich zu und wir fahren durch. Hinter der nächsten Felsnase öffnet sich das Tal und dominant liegt das Flugfeld von Long Cheng vor uns. Wir fahren auf die Rollbahn und machen Fotos.
Während des II. Indochinakrieges war dieser Flugplatz eine geheime Militärbasis der CIA. Heute ist es ein Militärstützpunkt des laotischen Militärs und es werden noch immer Manöver hier abgehalten.
Per Moped fahren die Militärs vor und machen uns verständlich, dass wir wieder zurück zum Kontrollpunkt fahren müssen. Mit Begleitschutz fahren wir zurück und werden ins „Büro“ gebeten, ein kahler Raum mit riesigem Tisch. Zu zwölft sitzen sie in der Runde und erwarten uns neugierig. Leider spricht keiner Englisch oder Französisch. Umständlich holen sie ein Buch hervor und wir werden registriert. Wie üblich als Mrs. Heidi und Mr. Robert! Unsere Pässe wandern durch alle Hände. Neugierig wird er von vorne bis hinten angeschaut. Nach der Registrierung starten sie einen Versuch, von uns Geld zu erhalten „für die Registrierung“. Wie wir freundlich sagen, dass wir gegen Quittung, Stempel und Unterschrift gerne die Gebühr bezahlen, lassen sie das Thema sofort wieder fallen. Unter Wohlgefallen und einem Lächeln werden wir von allen verabschiedet. Nun bewegen wir uns legal in militärischem Gebiet! Umso besser!
Kaum sind wir um die Kurve am Anfang der Landebahn verschwunden, sind wir wieder allein im Dschungel! Für dieses Flugfeld muss der Pilot geschickt sein, erst der Anflug durch das enge Tal; dann endet die Piste unvermittelt vor einer steilen Felswand!

Der Kontrast könnte nicht grösser sein, als wir wieder die Teerstrasse erreichen! Hier befindet sich die Phu Kham Copper- Gold Operation(Phu Bia Mining Limited). Im Tagebau wird hier Kupfer und Gold abgebaut. Riesige Trucks, Dumper, Bagger und Förderbänder bewegen sich auf einem gigantischen terrassierten Terrain! Die Strasse führt (noch) mitten durch.
Einmal mehr führt uns unsere Strassenkarte in die Irre. Sie gibt eine Haupt- Verbindungsstrasse an, wo vor 3 Jahren ein neuer Stausee geflutet wurde; die Strasse endet am Wasser..... So kehren wir um, fahren nochmals durch die Mine auf die neu gebaute Strasse, die nach Süden an den Mekong führt. Immer wieder sehen wir Konvois von Trucks, die mit Begleitfahrzeugen das kostbare Material der Mine abführen.


extra für uns bauen sie eine Rampe, damit wir
weiterfahren können

und er macht uns den Weg frei!

so präsentiert sich die alte Piste

kurvig mit Aussicht in die Berge

und legt uns Steine in den Weg...

tolle Aussicht über beinahe senkrecht abfallende Wände

In Georgien auf den Hinterrädern,
in Sibirien das Tanzen,
in der Mongolei das Klettern
versucht jetzt das gri-gri möglichst lange seitlich auf
2 Rädern zu balancieren.....

oft bis in die letzte Felsspitze überwachsen

verschlafenes Dorf am Fluss

wo sich die Kinder beim Baden vergnügen

das gri-gri sucht sich seinen Weg durch die Berge

das "Gazellen- Kälbchen" guckt neugierig

tolle Felsformationen
als Nahaufnahme mit seltenen, nackten Felsen

unser Übernachtungsplatz am Pistenrand
ruhig und friedlich

Aussicht ins Tal von Long Cheng

einsames Gehöft bei der Abfahrt über die engen Kurven

auf dem Flugfeld von Long Cheng

Die Anflugschneise

imposante Bergwelt!


ein Teil der gigantischen Kupfer- Goldmine Puh Kham

Die Verarbeitungsanlage

die Karte zeigt eine Hauptstrasse
in Wirklichkeit endet die Strasse hier am Stausee

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