Unsere Reiseroute (blogabond)

Freitag, 30. Januar 2015

Kunst vom Feinsten?




Laut und grell schallen die Klänge durch den hohen Raum und untermalen die Bewegungen des Künstlers. Schwungvoll holt dieser mit der Farbtube aus und klatscht die Farbe auf die Leinwand. Dann packt er einen Pinsel und malt wild drauflos.
Spraydosen, Kübel, seine Hände; alles wird eingesetzt, damit das Kunstwerk entstehen kann.
Amüsiert sehen wir dem Treiben zu. Wir sind zu Gast bei der Alliance Française in Bangkok und der junge Künstler, Jean Baptiste Gaubert, eröffnet seine Ausstellung mit dieser Darbietung. Nach Vollendung des Werkes wird dieses versteigert und stolz lässt sich die Käuferin mit dem Künstler ablichten.
Die Alliance Française ist eine Kulturvereinigung, die im Ausland die francophonen Eigenheiten pflegt und verbreitet. Sie bieten Sprachkurse und diverse Veranstaltungen und Feste für Kinder und Erwachsene an. Eine grosse Bibliothek steht dem Besucher zur Verfügung. Die Alliance ist der Treffpunkt der zahlreichen Franzosen in Bangkok.
Das Gebäude liegt mitten im Zentrum von Bangkok. Ringsum wachsen die Hochhäuser in den Himmel, um das Gebäude ist im Moment noch ein grosser, von Bulldozern planierter Platz und eine Baustelle. Für uns ein idealer Ort zum campieren inmitten der Grossstadt. Freudig haben uns die Parkplatzwächter herein gewunken und willkommen geheissen, wir kamen uns wie VIP’s vor!

Bangkok ist eine sehr lebhafte, gigantische Grossstadt mit rund 8,5 Mio. Einwohnern. Im Grossraum Bangkok leben rund 14,5 Mio. Menschen. In den letzten Jahren wurde über den vielspurigen Strassen nochmals eine vierspurige Hochstrasse gebaut, eine Bahn verkehrt auch auf der zweiten Etage.
Um unsere Besorgungen zu erledigen, sind wir ein paar Mal durch die Innenstadt gefahren. Der Verkehr rollte entspannt, die Wartezeiten waren nur an den Lichtsignalen. Das System mit den doppelstöckigen Strassen, Abzweigungen, Kehren und Linksverkehr ist recht tricky! Souverän steuert Robi durchs Gewühl. Versagt unter den Hochstrassen und zwischen den Wolkenkratzern das GPS und wir fahren falsch; egal! Mit einem Lachen lassen uns die Einheimischen wieder an der richtigen Stelle einfädeln....
Die Abgase von den Millionen Mopeds und Fahrzeugen bleibt zwischen den Wolkenkratzern und Doppelstockstrassen richtig hängen, dazu die Hitze und Schwüle, wahrlich kein gesundes Lebensumfeld!

Der Unterschied zwischen sehr reich und sehr arm ist enorm und oft nur ein paar Meter voneinander entfernt. Hier die heruntergekühlten Luxus- Shopping Center, stöckelnden, aufgeputzten Frauen mit einer Gucci Tasche am Arm, an einem Eiscafé mit Sahnehäubchen schlürfend - im Hof dahinter steht eine Bretterbude mit Feuerstelle, eine in Lumpen gekleidete Familie sitzt darum herum und isst Reis aus Blechschüsseln.

Bei unseren Erledigungen wurden wir ganz unterschiedlich empfangen.

Wir hatten Pech und einen Nagel in einem Reifen eingefangen. Schnell drehte Robi eine Schraube ins Loch, um Schlimmeres zu verhindern. Bei B-Quik finden wir Hilfe. Während einer Stunde flicken sie uns den Reifen, wuchten die Vorderreifen aus und montieren alle Räder wieder. Nachdem noch die Reifen sauber geschwärzt sind, fragen wir nach dem Preis. Dies sei gratis! Geben sie uns zur Antwort! Als Dank schenken wir dem jungen Mann ein Taschenmesser, worüber er sich sehr freute.

Die Australier hingegen liessen uns vor der Türe stehen... Wir wollten uns auf der Botschaft erkundigen, wie die Einreisebestimmungen für Targia sind. Am Telefon erklärt mir eine Dame im Lärm einer sechsspurigen Strasse, wo wir dies im Internet recherchieren können. Auf meine Bitte, ob wir dies nicht im ruhigeren Hof besprechen könnten, kam die Antwort, sie hätte dazu keine Befugnis!!! So willkommen sind Besucher?

Auf der Schweizer Botschaft werden wir sehr kompetent und zuvorkommend empfangen. Da unsere Pässe bald ablaufen, beantragen wir neue. Genau wird uns der Ablauf erklärt, wir müssen nochmals herkommen für die Erfassung der Biometrischen Daten und nach rund 3 Wochen, um die Pässe abzuholen.

Bei der Nikon Servicestelle, die im Empire Tower residiert, werden wir regelrecht abgezockt, für die Reparaturarbeiten verlangen sie eine horrende Summe, die wir knirschend bezahlen, da die Kamera ein wichtiger Begleiter ist!

Der zeremonielle Name der Stadt Bangkok in Thai lautet

กรุงเทพมหานคร อมรรัตนโกสินทร์ มหินทรายุธยามหาดิลก ภพนพรัตน์ราชธานีบุรีรมย์ อุดมราชนิเวศน์ มหาสถานอมรพิมาน อวตารสถิต สักกะทัตติยะ วิษณุกรรมประสิทธิ์
und beinhaltet 139 Zeichen ohne Leerzeichen!
Im Jahre 1989 komponierte die thailändische Rockgruppe Asanee- Wasan ein Lied, dessen Text ausschliesslich aus dem Namen der Hauptstadt besteht! Seither nutzen viele Thailänder dieses Lied, um sich den langen Namen ihrer Hauptstadt besser merken zu können!


gespannt verfolgen die Zuschauer das Spektakel

derweil der Künstler im Element ist
mit Unterstützung der Musikgruppe

das Werk ist beinahe vollendet

mit der glücklichen Käuferin

das moderne Gebäude der Alliance Française

dies sind die Nachbarn am Rande des Grundstückes
- oder sind sie die Lebens- Künstler?

wie lange stehen diese Behausungen noch?
auf einer Seite des grossen Areals
sind sie schon vom Bulldozer weggeschoben worden

Gartenidylle inmitten der Grossstadt?

unser Übernachtungsplatz.
Die Bauarbeiter frühstücken unter dem Baum, bevor sie
zur Arbeit gehen. Auch viele Frauen sind darunter.

im Strassengewühl neben der Hochbahn

doppelstöckige Strassen

auf der oberen Ebene hat man einen schönen Überblick
und ist schnell

der Empire Tower, hier kamen wir
nur nach Passkontrolle hinein

tolle Aussicht aus den Räumen der Nikon Servicestelle!

Blick auf einen Bahnhof

Elektroerschliessung des Empire Towers

neben den breiten Verbindungsstrassen sind gleich schmale,
enge Quartiergassen, die kaum Platz für unser gri-gri bieten

ein schlankes Türmchen....

vor dem "Türmchen" steht ein von Kletterpflanzen überwuchertes Gebäude
 wie eine grüne Oase im Betondschungel!

eine Schraube verschliesst provisorisch das Loch im Pneu!

Warnschilder wie dieses sieht man oft

im Gegensatz zu diesem einmaligen humorvollen Hinweis!
Gesehen an einem Rotlicht im Tuk- Tuk

neben den Hochhäusern breiten sich riesige Quartiere aus
unzählige Verkaufsstände säumen die Strassenränder

die guten Geister beschützen auch diese bescheidene Hütte
vor Unglück und Ungemach!

alltägliche Elektroinstallationen!

zwischen modernsten Wolkenkratzern!

luftige Baustelle

unterwegs in Bangkok mit Kindersitz!

Samstag, 17. Januar 2015

Bulldoggen Attacke in Thailand!



„Komm schnell und mach ein Foto als Beweis“ ruft mir Robi vor dem gri-gri zu!
Wie sehen die Beiden auch aus! Bei Targia, die sichtlich lädiert dasteht, hängt ein Fell- und Fleischfetzen am Hals herunter. Robis Knie und eine Hand sind völlig aufgeschürft!

Beim Spazieren wurden sie von einer Bulldogge überrascht. Von hinten kam sie daher geschossen und verbiss sich, ohne zu stoppen, sogleich in die Kehle von Targia!
Robi kniete sich nieder, um Targia zu helfen. Der Besitzer eilte herbei und riss den Hund weg, darum entstand die Fleischwunde. Ohne sich zu entschuldigen, ging der Mann mit dem Hund weg!
Die Bulldogge hatte alle Merkmale eines Kampfhundes. Keinen Schwanz, coupierte Ohren, ein Kettenhalsband.
Leider werden in Thailand noch immer Hundekämpfe abgehalten; hohe Wetteinsätze sind Usus, das Leid der verletzen Hunde kümmert niemand, meist endet der Kampf mit einem toten Hund!

Rasch packen wir Targia ins Auto und fahren in die nächste Stadt, Chanthaburi. Da im Internet keine Tierärzte aufgelistet sind, fahren wir schnurstracks zur Polizei und bitten sie, uns den Weg zum Tierarzt zu zeigen. Wie sie die blutende Targia sehen, eskortieren sie uns mit Rotlicht zum Tierarzt. Dort kümmern sie sich sogleich um unsere alte Lady und versorgen die Wunde. Dabei stellt die Tierärztin fest, dass auch die Luftröhre verletzt ist und Luft in das Halsgewebe austritt. Sie empfiehlt uns, sogleich nach Pattaya in die Tierklinik zu fahren, um Targia zu röntgen.
In 2 ½ Stunden sind wir dort und werden sogleich empfangen. Targia hat Glück im Unglück gehabt! Die Luftröhre ist nur an einer Stelle verletzt und kann genäht werden. Die Luft wird mit einer Spritze aus dem Gewebe gesogen, um Embolien zu vermeiden...

Wohlversorgt tragen wir sie nach der kompetenten Behandlung ins gri-gri und betten sie auf ihr Plätzli.

Danach fahren wir zur Tourist Police, um den Vorfall zu melden. Wir haben Glück, der Schalter ist heute von einem Australischen Rentner besetzt, der einmal in der Woche der Polizei ehrenamtlich hilft. Er versteht unser Anliegen und nimmt das Protokoll auf. In Thailand existiert kein Gesetz über Hunde. Doch er verspricht uns, die Beschwerde der zuständigen Behörde weiter zu leiten... Hoffentlich kann damit verhindert werden, dass die Bulldogge das nächste Mal bei einem Kind zubeisst!

Wir haben an der Jomtien Beach eine kleine Oase gefunden. Zwischen Hochhäusern, Baustellen und zurückversetzt vom Strand befindet sich ein Guesthouse mit Bungalows. Im klimatisierten Zimmer haben wir den Antirutsch Teppich vom Vorzelt gelegt, um Targia genügend Halt zu geben. In der Nähe befindet sich eine kleine Wiese. So geht sie ein paar Schritte, um sich danach wieder hin zu legen. Jeden Tag ist sie ein wenig munterer und mag ein Stück weiter gehen...  So verbringen wir geruhsame Erholungstage in Pattaya. Zu tun haben wir genug! Ein wichtiges Projekt ist das Basteln eines „Gschtältli“ für Targia, sie kann ja bis auf weiteres kein Halsband tragen. Aus einer Leine, mit Hilfe von Lochzange und Silk entsteht das Prunkstück für unsere Prinzessin!

Targias Verletzung an der Kehle

Schürfing....

die Polizei eskortiert uns mit Rotlicht durch
die Stadt Chanthaburi zum Tierarzt

geschafft! Die Wunde ist mit Klammern genäht,
die Luftröhre wieder "luftdicht" vernäht!

das neue Gschtältli

hinter diesen Bäumen versteckt sich das Inrawadee Resort
in Pattaya

eine herrliche Oase!

Nach sechs Tagen werden die Nähte und Klammern entfernt

das Team bei der Arbeit

brav hält sie still

sieht doch schon ganz schön aus!

Mittwoch, 7. Januar 2015

150ccm bewegen.....


Die wenigsten Kambodschaner können sich ein Auto leisten
ein Moped liegt eher in ihrem Budget
um es möglichst effizient einzusetzen sieht man die gewagtesten Konstruktionen,
die sich mit abenteuerlichen Ladungen auf den Strassen bewegen


der Einzylinder bewegt.....

den ganzen Hausrat

die ganze Familie findet Platz

als Seitenwagen Tuk- Tuk

die Kinder fahren damit zur Schule
oder an den Strand zum Fischen

der Stör- Schlosser/ Werkzeugmacher auf Kundschaft

der Glacé und Kuchenverkäufer

der Pet- und Aludosensammler

das fahrende Warenhaus

der fröhliche Palmblätter Transporteur
die Tröpfelwasser Kühlung haben viele
Mopeds nachgerüstet

als Viehtransporter

als Bambushüttentransporter

Zuckerrohr für den Markt

selbst unbeladen sieht es schwer aus!

fahrender Grillstand

als Seitenwagen- Café / Kiosk

als Arbeiter Transporter

der Schwertransporter
(wir haben nachgeschaut; auch dieses Moped hat
nur 150ccm!)


als LKW

als Marktfrauen- Transporteur

mit Feuer unter dem Hintern!


cleveres Bananenstaudentransportmoped

zu dritt auf den Geflügelkörben

als Kohlenlieferant - fast nicht zu glauben!

als Langstangen Transporter

mit Aluprofilen

erst das Moped, dann die Passagierkabine
und erst noch zwei Anhänger!

als Gemüsetransporter

das fahrende Wohnheim

der wartende "Schulbus"
9 Sitzbänke à 5 Personen, die restlichen Passagiere drängen
sich auf der Dreieckplattform

wir haben bis zu 50 Passagiere gezählt!!!


auf der Ladung sitzt noch ein Mitfahrer
hier gut zu sehen: links der blaue Wassertank für die
Tröpfelwasserkühlung des Motors

man sieht das Moped vor lauter Säcken kaum

Rückfahrt vom Grosseinkauf
Balance ist gefragt!