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Samstag, 17. Januar 2015

Bulldoggen Attacke in Thailand!



„Komm schnell und mach ein Foto als Beweis“ ruft mir Robi vor dem gri-gri zu!
Wie sehen die Beiden auch aus! Bei Targia, die sichtlich lädiert dasteht, hängt ein Fell- und Fleischfetzen am Hals herunter. Robis Knie und eine Hand sind völlig aufgeschürft!

Beim Spazieren wurden sie von einer Bulldogge überrascht. Von hinten kam sie daher geschossen und verbiss sich, ohne zu stoppen, sogleich in die Kehle von Targia!
Robi kniete sich nieder, um Targia zu helfen. Der Besitzer eilte herbei und riss den Hund weg, darum entstand die Fleischwunde. Ohne sich zu entschuldigen, ging der Mann mit dem Hund weg!
Die Bulldogge hatte alle Merkmale eines Kampfhundes. Keinen Schwanz, coupierte Ohren, ein Kettenhalsband.
Leider werden in Thailand noch immer Hundekämpfe abgehalten; hohe Wetteinsätze sind Usus, das Leid der verletzen Hunde kümmert niemand, meist endet der Kampf mit einem toten Hund!

Rasch packen wir Targia ins Auto und fahren in die nächste Stadt, Chanthaburi. Da im Internet keine Tierärzte aufgelistet sind, fahren wir schnurstracks zur Polizei und bitten sie, uns den Weg zum Tierarzt zu zeigen. Wie sie die blutende Targia sehen, eskortieren sie uns mit Rotlicht zum Tierarzt. Dort kümmern sie sich sogleich um unsere alte Lady und versorgen die Wunde. Dabei stellt die Tierärztin fest, dass auch die Luftröhre verletzt ist und Luft in das Halsgewebe austritt. Sie empfiehlt uns, sogleich nach Pattaya in die Tierklinik zu fahren, um Targia zu röntgen.
In 2 ½ Stunden sind wir dort und werden sogleich empfangen. Targia hat Glück im Unglück gehabt! Die Luftröhre ist nur an einer Stelle verletzt und kann genäht werden. Die Luft wird mit einer Spritze aus dem Gewebe gesogen, um Embolien zu vermeiden...

Wohlversorgt tragen wir sie nach der kompetenten Behandlung ins gri-gri und betten sie auf ihr Plätzli.

Danach fahren wir zur Tourist Police, um den Vorfall zu melden. Wir haben Glück, der Schalter ist heute von einem Australischen Rentner besetzt, der einmal in der Woche der Polizei ehrenamtlich hilft. Er versteht unser Anliegen und nimmt das Protokoll auf. In Thailand existiert kein Gesetz über Hunde. Doch er verspricht uns, die Beschwerde der zuständigen Behörde weiter zu leiten... Hoffentlich kann damit verhindert werden, dass die Bulldogge das nächste Mal bei einem Kind zubeisst!

Wir haben an der Jomtien Beach eine kleine Oase gefunden. Zwischen Hochhäusern, Baustellen und zurückversetzt vom Strand befindet sich ein Guesthouse mit Bungalows. Im klimatisierten Zimmer haben wir den Antirutsch Teppich vom Vorzelt gelegt, um Targia genügend Halt zu geben. In der Nähe befindet sich eine kleine Wiese. So geht sie ein paar Schritte, um sich danach wieder hin zu legen. Jeden Tag ist sie ein wenig munterer und mag ein Stück weiter gehen...  So verbringen wir geruhsame Erholungstage in Pattaya. Zu tun haben wir genug! Ein wichtiges Projekt ist das Basteln eines „Gschtältli“ für Targia, sie kann ja bis auf weiteres kein Halsband tragen. Aus einer Leine, mit Hilfe von Lochzange und Silk entsteht das Prunkstück für unsere Prinzessin!

Targias Verletzung an der Kehle

Schürfing....

die Polizei eskortiert uns mit Rotlicht durch
die Stadt Chanthaburi zum Tierarzt

geschafft! Die Wunde ist mit Klammern genäht,
die Luftröhre wieder "luftdicht" vernäht!

das neue Gschtältli

hinter diesen Bäumen versteckt sich das Inrawadee Resort
in Pattaya

eine herrliche Oase!

Nach sechs Tagen werden die Nähte und Klammern entfernt

das Team bei der Arbeit

brav hält sie still

sieht doch schon ganz schön aus!

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