Unsere Reiseroute (blogabond)

Montag, 23. März 2015

Malaysisches Quiz






Lieben die Malaysier ein klitzekleines Land mit Namen Schweiz, das so weit entfernt liegt und mit Kürzel CH heisst?

Tja, leider weit gefehlt! Die Abkürzung bedeutet:

Cameron Highland!!!!

Freitag, 20. März 2015

Ferien in Tanah Rata




Gemütlich sitze ich im Zimmer des De’ Native Guesthouse und schaue über den Terrassenrand ins Grüne. In den Bäumen zwitschern die Vögel, von weitem dringt der Lärm des Ortes an mein Ohr. So habe ich Muse zu schreiben.
Targia und ich sind alleine hier. (Nicht ganz, denn Sandra und Markus sind inzwischen auch eingetroffen). Robi ist am 16. März in die Schweiz geflogen, um der Familie und ganz besonders Nana, seiner Mutter, einen Besuch abzustatten.

Hier habe ich es wunderschön, bis er wieder zurück ist. Fühle mich eher in Indien, wie in Malaysia. Krish, der Guesthouse Besitzer ist Indischer Abstammung, auch die Vorfahren seiner Frau, der Angestellten und viele seiner Freunde sind Inder. Die Musik klingt ganz anders, wie der Thai- Pop. Untereinander sprechen sie Tamil. So wachsen viele Kinder mehrsprachig auf. Tamil in der Familie, Malayisch, Englisch oder gar Chinesisch in der Schule!

Tanah Rata ist ein Touristenort in den Cameron Highlands und liegt auf rund 1500 MüM.
Wäre nicht das Klima, würden vermutlich die wenigsten hier Ferien machen. Die grünen Hügel sind zwar ansprechend und hübsch, aber das Tal entlang der Strasse ist leider verschandelt! „Plastik- Tal“ wäre der richtige Ausdruck. Überall stehen Plastik Treibhäuser, Plastiktunnels, selbst an den steilsten Hängen kleben sie. Darin werden Früchte (vor allem Erdbeeren) und Gemüse angebaut, wahrlich, kein schöner Anblick! Doch dazwischen liegen die Tee Plantagen. Wie ein Gemälde wirken die grünen Hügel mit dem Muster der geschnittenen Pflanzen. Das erfreut unsere Plastik- geschädigten Augen!
Die paar Dörfer, die sich im Tal befinden, wirken planlos und lieblos hingestellt. Es fehlt eine Gesamtplanung, für neue Projekte werden kurzerhand Berge abgetragen, Flüsse eingedeckt und auf den entstandenen Plattformen grosse, unattraktive Gebäude hingebaut.
 Aber das Klima hier oben ist ausschlaggebend.
Die Tagestemperaturen liegen bei ca. 28° – 32°; in den Nächten kühlt es auf 17° – 9,5° ab! Die Kühle ist phantastisch, es schläft sich wunderbar! Auch bei Targia erwachen wieder die Lebensgeister. Morgens zwischen 8 und 10 Uhr ist es meist noch unter 20°, so spaziert sie zügig dahin und schnuppert interessiert am Wegrand. Einmal ist vor uns eine Schlange weggekrochen,  Affen turnen in den Bäumen und die wilden Hunde bellen uns respektvoll von weitem an.
Am Abend ist oft Betrieb im Garten. Vorwiegend Backpackers aus unterschiedlichsten Ländern machen hier Station und wollen genaueres über unsere Reise erfahren.
An einem Abend gibt Krish für seine Freunde eine Party. Im grossen Stil wird gegrillt, gegessen und getrunken; das Lieblingsgetränk der Männer ist nicht der vorzügliche Tee sondern der Whisky! Karaoke Darbietungen schmeicheln oder schmerzen den Ohren, fröhlich unterhalten sich alle miteinander. Dazwischen rennen die Kinder herum, spielen im dunklen Garten. Interessante Leute lernen wir kennen. Tee Plantagen Besitzer, deren Vorfahren mit den Engländern Anfangs 20. Jahrhundert von Indien kamen. Der Enkel hat nun in Australien sein Studium abgeschlossen und ist seit kurzem wieder hier zu Hause, um im Teegeschäft mitzuhelfen. Ein Holländer, der seit 18 Jahren in den Cameron Highlands lebt und den Gemüseproduzenten das Know- How beibringen will, wie man mit weniger Spritzmitteln das Gemüse anbauen kann. Er lebt mit seiner malayischen Frau und den Kindern hier und fühlt sich sehr wohl dabei.

Zufällig sind wir auf das De’ Native gestossen. Wir machten Rast auf einem kleinen Parkplatz unterhalb eines Tempels in Brinchang. Da hält ein Taxi und der Fahrer beginnt sich mit uns zu unterhalten. Er wüsste einen schönen Übernachtungsplatz und macht uns gleich eine Skizze. Ausserdem sagt er, würde er seinen Freund, den Besitzer des Guesthouses, über unser Kommen informieren.
Wahrhaftig, auf der Hauptstrasse Eingangs Tanah Rata steht ein Mann und sagt uns, wir sollten ihm folgen. Die Abzweigung zum Guesthouse sei nicht einfach zu finden.
So landen wir im Paradies!



Aussicht von unserer Terrasse
Tanah Rata liegt nicht sichtbar im Tal

auch für das gri-gri ist genügend Platz

diese Bambus- Bungalows kann man auch mieten

unsere Aussenkochstelle haben wir auf
die Terrasse verlegt

die Möblierung des Zimmer besteht
aus fünf Schlafstellen! So errichten wir
ein Stehpult mit unseren "Möbeln"

das hübsche Haus aus der Kolonial- Zeit

auch im Garten kann ich friedlich arbeiten

ein scharfes Curry wird hier gekonnt gekocht

die Grilleure am Werk...

Krish, unser Gastgeber unter den fröhlichen Gästen

sie bietet eine Super- Karaoke Darbietung!

Tanah Rata City

entlang der Strasse erstrecken sich die Plastikhäuser

Plastik Valley

ein Gemälde in Grün, vom Mensch erschaffen
eine Teeplantage in den Cameron Highlands

sie ziehen sich über die Hügel

und formen die Landschaft



Donnerstag, 19. März 2015

Die Affenbande sitzt im Baum.....




In der hohen Baumkrone sitzen sie überall, die Äste schwanken, die Blätter rascheln.
Wie wir mit dem Fotoapparat näher kommen ergreifen sie die Flucht. Die älteren Affen klettern behende ein Stück am hohen Stamm hinab, schätzen die Distanz ab – und schwupp, fliegen sie mit Schwung zum nächsten Baum, der komplett mit einer Kletterpflanze überwuchert ist. Mit lautem Rascheln landen sie wie auf einer grünen Matratze. Ein Affenbaby kommt vorsichtig den Stamm hinunter, schaut zweifelnd auf den Nachbarbaum. Es wippt leicht und springt mutig hinüber!
Ein frecher Kerl springt von weit oben herunter und landet mit lautem Geräusch im Baum! Wirklich, eine tolle Show ziehen die malayischen Affen für uns ab!

Wir stehen im Schatten der Bäume auf einer grossen Lichtung beim Hutan Lipur Puncak Janing Wasserfall. Und dies nicht alleine! In Südthailand haben wir Sandra, Markus und Christal wiedergetroffen. (Das junge Schweizer Paar mit VW Bus, das mit uns durch China gereist ist). An der Grenze zu Malaysia trafen wir uns wieder und nach den unkomplizierten Grenzformalitäten beschlossen wir, gemeinsam einen Übernachtungsplatz zu suchen.

Die Temperaturen steigen nun immer mehr, feuchte über 40° am Mittag sind keine Seltenheit und ist für März üblich. So kühlen wir uns im nahen Fluss ab und legen uns genüsslich rein....