Unsere Reiseroute (blogabond)

Donnerstag, 18. Juni 2015

Der Goldene Fels Kyaiktiyo ကျိုက်ထီးရိုး ဘုရား




The golden Rock ist eine der heiligsten buddhistischen Stätten in Myanmar.

Der Legende nach wird der Fels nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, so dass er nicht herunterfällt. Ein alter Eremit soll von Buddha selbst eine Haarreliquie geschenkt bekommen haben, die er immer in seinem Haarknoten aufbewahrte. Kurz vor seinem Tod wollte er für die Reliquie eine Pagode auf einem Felsblock bauen lassen, der exakt seinem Schädel gleiche. Mit Hilfe des Königs suchte er den Meeresgrund nach einem solchen Felsen ab. Als er ihn schließlich fand, brachte er ihn auf den Berg, wo er noch heute am Abgrund steht.
Im Jahre 1975 erschütterte ein schweres Erdbeben Myanmar. Viele Bauten wurden komplett zerstört. Aber der Fels blieb unbeweglich auf seinem fragilen Platz. Ein Wunder? Die Myanmarer glauben daran und pilgern in Scharen auf den Berg, um dem Fels die Referenz zu erweisen.

Nicht als Pilger, aber als Besucher setzen wir uns auf einen der Trucks, die die Besucher über die extrem steile Betonpiste auf den Berg bringen.
Oben finden wir eine lange Zeile Souvenirstände, wovon die meisten (wir sind in der Nebensaison) geschlossen sind.
Die Strasse wird für Sepak Takraw „missbraucht“, ein in Myanmar sehr populäres und beliebtes Mannschaftsspiel. Je drei Spieler stehen sich auf einem, durch ein Netz geteiltes, Spielfeld gegenüber.
Ziel des Spiels ist es, einen Ball mit den Füßen über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu spielen und zu verhindern, dass Gleiches dem Gegner gelingt. Eine Mannschaft darf den Ball dreimal in Folge berühren, um ihn zurückzuspielen.
Hier oben dient eine Bambusstange als Netz. Es sieht sehr elegant, akrobatisch und kraftvoll aus, wenn sie den kleinen Bambusball über die Stange schiessen. Obwohl nur „Spiel“, sind die Männer sehr konzentriert bei der Sache!
Beim goldenen Stein knien die Gläubigen nieder und legen ihre Wünsche dar.
Ein weiterer „Wunschbrunnen“ befindet sich gleich daneben. Es sind im Kreis angeordnete, sieben verschiedene Tierfiguren.
Kyaw erklärt uns, das dies die Tiere für die verschiedenen Wochentage sind. Jeder Wochentag hat „sein“ Schutztier. Alle von unserem Team gehen zu „seinem“ Tier hin und übergiessen es mit Wasser. Am wirkungsvollsten ist es, wenn das Tier so häufig übergossen wird, entsprechend der Anzahl Jahre des Giessenden. Das bringt Glück! Kyaw verrät uns ein Geheimnis: Die hübschen, jungen Myanmara würden jeweils nicht verraten, wie alt sie seien. Er beobachtet sie dann, wie häufig sie das Tier begiessen – und voilà, er kennt ihr Alter!
Das wollen wir genau wissen und so beobachten wir die jungen Frauen. Eine giesst zwölfmal. Was heisst nun dies? Meine Theorie ist, dass sie Glück für ihr zwölfjähriges Kind erbeten hat!
Wir wissen natürlich nicht, an welchem Tag wir geboren worden sind. So zücken Kyaw und Min Min sogleich ihre Handys und schauen nach.
Wir beide sind Sonntagskinder! So treten wir zum Sonntagsvogel hin.
Aber wir möchten ihm nicht zumuten, 125 Mal übergossen zu werden – und Glückskinder sind wir ohnehin!

Auf dem Rückweg kommen uns diverse Träger/innen entgegen. Sie sind am Ausbau der Pagoden, Wege und Plätze beschäftigt.
Schwer tragen sie an ihren Lasten. Die teilweise sehr jungen und zierlichen Frauen tragen bis zu 15 Backsteinen auf ihren Köpfen. Pro Backstein erhalten sie umgerechnet 2 Rappen!
Andere vermieten ihre Dienste an die Touristen und tragen auch grössere Kinder in ihren Hutten bis zum Fels. Trotz schwerer Lasten schenken sie uns ein Lächeln, schauen uns offen und freundlich an.
Ein Gewitter zieht herauf und vorsorglich kaufen wir uns Pelerinen, bevor wir uns wieder auf den Truck setzen.
Wie wir losfahren, bricht das Unwetter los, der Himmel öffnet seine Schleusen und es giesst wie aus Kübeln. Der Truck- Fahrer rast wie ein Irrer die steile, glitschige Betonpiste hinunter. Gnadenlos werden wir durchgeschüttelt, plötzlich muss er wieder brüsk stoppen, wir klammern uns buchstäblich an den Lehnen fest. Es sitzen auch Kleinkinder auf den Bänken, wie muss denen zumute sein!
Eine unverantwortliche Fahrt, aber ausser uns kümmert dies niemand!
An der Talstation haben wir uns vor der Fahrt noch über das Schild lustig gemacht, das besagt, dass mit dem Kauf des Tickets auch eine Lebensversicherung mit inbegriffen ist! Nun wird uns klar, warum!!!!


diese Trucks fahren die Besucher die steile Bergstrecke los

Lebensversicherung????

sie reisen mit uns auf den Berg

bis unter die Bänke sind die Warensäcke gestapelt,
Robis lange Beine finden kaum Platz!

die verwaiste Souvenir- Meile

das Ballspiel ist in vollem Gange

hohe Sprünge und die Spieler landen meist auf ihren Füssen
Stürze sind bei diesen Marmor-" Fallschutz"- Platten zu hart!

und blitzschnelles Reagieren sind gefragt
die Konzentration ist ihm anzusehen

 
akrobatischer Balltanz!

wer gewinnt?

farbiger Schrein mit Essens Gaben

und Geldgeschenken

schöne Aussichten!

auf der "Männerterrasse" wird andächtig gebetet

der Stein wird mit unzähligen Goldplättchen beklebt

noch ein Schubs, dann fällt er.....


unser Glücksbringer- Sonntagsvogel

aus Respekt gegenüber dem heiligen Ort müssen wir unsere
Schuhe ausziehen.
Angesichts des Schmutzes rebellieren unser Füsse dagegen!

Schwerarbeit im Namen Buddhas

10 bis 15 Backsteine tragen die Frauen
auf ihren Köpfen

die Sänfte kann gemietet werden...

er trägt die Backsteine auf dem Rücken

jeder trägt die Last auf seine Art

der Weg zieht sich hin....

die Kinder der Touristen werden in
den Hutten getragen

dabei können sie noch schwatzen und lachen!

geschafft! Heil und ganz sind wir wieder unten angekommen!


Mittwoch, 17. Juni 2015

Auf dem Inle See im Shan- Staat






Aufgereiht sitzen wir hintereinander im schmalen Boot und lassen uns vom Bootsführer über den See fahren. Geschickt steuert er zwischen Teppichen von Wasserhyazinthen durch und dann verlieren wir uns in einem Kanalsystem. Das soll ein See sein? Rechts und links sehen wir grüne Gärten mit Gemüse und Blumengärten. Vor allem die kleinen, roten Tomaten stechen farbig hervor. Aber wie wir ein Boot kreuzen und die Wellen hoch schlagen, schaukeln die Gärten im Takt auf dem Wasser. Aus Sumpf, Erde und Wasserhyazinthen werden rechteckige Stücke zusammengestampft, die dann mit Bambuspfählen im Seegrund verankert werden. Auf diesem nahrhaften Boden, der ständig mit Feuchtigkeit versorgt wird, gedeihen die Pflanzen bestens.
Auf dem offenen Teil des Sees fischen die Männer in traditioneller Weise. Damit sie beide Hände für die Auslegung der Netze freihaben, stehen sie auf einem Bein im schmalen Boot, mit dem zweiten Bein umklammern sie das Ruder und rudern mit dem Bein. Es sieht schwierig aus und braucht bestimmt viel Balance und Übung!
Neben dem Anbau der Gärten und der Fischerei leben die Intha’s (Kinder des Sees), die in Pfahlbau- Dörfern wohnen, vom Tourismus. Sie zeigen uns ihr handwerkliches Können in der Silberschmiede. In der Textilwerkstatt sehen wir, wie aus Lotusfasern ein sehr wertvoller Stoff entsteht. Das Resultat ähnelt in unseren Augen eher einem Jutesack und sieht nicht speziell „wertvoll“ aus, der fertige Stoff jedoch ist viel teurer als Seide! Nebenan können wir die Entstehung eines hübschen Papierschirms (der sogar wasserdicht ist) mitverfolgen, alles aus Naturmaterialien gefertigt. Alles dürfen wir uns in Ruhe anschauen, werden zu keinem Kauf gedrängt, wir fühlen uns richtig als gern gesehener Gast.
In der prachtvollen Phaung Daw Oo Pagode auf dem See stehen 5 Buddhafiguren. Die Statuen stammen aus dem 12. Jahrhundert und kommen aus Malaysia. Ihre Form ist kaum noch zu erkennen, da sie im Laufe der Zeit mit Blattgold beklebt wurden. Dieser Brauch ist übrigens nur Männern vorbehalten. Frauen dürfen sich den Figuren nicht nähern.
Daneben schaukelt, geschützt unter einem grossen Dach, ein riesiges, goldenes Boot.
Am alljährlichen Phaung Daw Oo Fest werden aus der Pagode die Buddhastatuen (die wie riesige goldene Eier aussehen) auf das königliche Boot gebracht und über den ganzen See gerudert. Einmal, im Jahre 1964, ist das Boot auf der Fahrt über den See gekentert und die Buddha Statuen sind dabei ins Wasser gefallen. Eine der Statuen wurde nie wieder gefunden und ist seither verschollen. Die Einheimischen verehren diese Buddha Statuen tief und strömen in Scharen herbei, um von ihnen Glück, Gesundheit und Erfüllung zu erbitten.
Mit dem Boot fahren wir über eine „Wassertreppe“ den Fluss hinauf. Elegant hüpft das entgegenkommende Boot über den Absatz, bevor wir mit Anlauf das Hindernis von unten nehmen. Am Ende erwartet uns ein Pagoden Park mit Aussichtshügel. Trotz Hitze besteigen wir den Hügel, um die schöne Aussicht über die weite Ebene zu geniessen. Der See glitzert im Hintergrund, scheint weit weg zu sein.
Aber schon bald haben wir den Fluss hinter uns gelassen und fahren auf der offenen Seefläche an den Fischern vorbei, die mit ruhiger Hand, auf einem Bein stehend, die Netze auslegen, wie schon seit Jahrhunderten.


die Strasse ist schmal auf dem Weg zum Inle See

sie ruht sich von der schweren Arbeit aus

das Wasser muss von weit her nach Hause getragen werden

Gartenarbeit

Reisfelder, wie grüne Wellen am Hang

bereit für den Ausflug auf den See!


die Fahrt führt erst durch den 5km langen Kanal

der "Eingang" zum See

ein Fischer kontrolliert seine Reusen

bei der Ernte von Wasserhyazinthen

Dieses Material wird verwendet, um neue Gärten anzulegen

zwischen schwimmenden Tomatenstauden!!!
Die Gärten werden per Boot bewirtschaftet

schwimmende Gärten


mit den Wasserstrassen dazwischen

konzentriertes Fahren, damit wir kreuzen können

die Kürbisse schaukeln im Gleichklang....

ein grosses Dorf auf Pfählen

mit liebevoll dekorierter Veranda

die einfachen Behausungen stehen teilweise auf festem Grund

der kleine Pfiffikus

beim Silberschmied
im Schmelztiegel wird das Silber geschmolzen
das geschmolzene Silber wird in die Form gegossen

Ich halte einen Silberbarren, die Verkäuferin einen
Silberrohling in den Händen

der Silberschmied bei seiner Arbeit

die bescheidenen Arbeitsplätze

mit diesen Werkzeugen wird feinster Schmuck hergestellt

stolz präsentiert Kyaw, unser Guide
diesen prächtigen Ring

im Schmuckladen

sie preist die Waren freundlich an

ein Blick in die Küche der Silberschmiede

für dieses Essen gehen wir ins Pfahlbau- Restaurant
es hat vorzüglich geschmeckt!

traditionelles Make up und Sonnenschutzmittel
der Myanmara aus einer speziellen Holzrinde
wird die Rinde auf dem Sandstein gerieben, bleibt eine
hellbraune Paste zurück

gleich wird diese an uns ausprobiert

gut geschützt und gepflegt!

Orchideen Weg zum WC Häuschen

Wild Orchidee, 7 bis 10mm gross

sie kommen aus der "Garage" gerudert

in der Weberei

stolz zeigt sie uns ihr Können

ein traditioneller Hut
(extra Bild für Nana)

feinste Lotus- Stengel Fasern

sie werden auf dem Brett ausgestrichen

und vorsichtig zusammengedreht

viele solcher Fäden werden zusammengesponnen

damit ein stabiler Faden entsteht

das Resultat ist dieser wertvolle Stoff, teurer als Seide!
(Sieht aus wie ein Jutesack)
der "Kuli" ruht sich aus

auf der Veranda treffen wir diese Langhals- Dame.
Sie kommt ursprünglich nicht vom Inle See,
präsentiert sich aber hier für die Touristen

in der Schirmwerkstatt
die Rohlinge liegen bereit

sie bereitet das Schirmgestänge aus Bambus vor

Feinste Arbeit

hier wird das Papier für die Schirme hergestellt
Im Vordergrund das Rohmaterial
im Hintergrund quirlen sie die Masse

hier wird die Masse ausgestrichen

und trocknet sehr rasch in der Hitze

sorgfältig löst sie das Papier ab

das Dekor besteht aus echten
Bougainvillier Blättern

das Endprodukt: Hübsch bemalte Schirme, die sogar
wasserdicht sind!

dazwischen wird mit den Kätzchen gespielt

die Stromversorgung des Dorfes

Tragstange aus Bambus
sie schaffen Waren zum Verkauf herbei, die sie vor dem
Tempel verkaufen

auch sie schleppen viel herbei.....

die Betelnuss Verkäuferin bindet
mundgerechte Päckchen
und überall wird gespuckt.....

bereit für die Tempelbesucher

im Zentrum des Tempels sind die Buddha Figuren aufgestellt
nur die Männer dürfen weitere Goldplättchen aufkleben,
was angeblich Glück bringen soll.
Die Form der Figuren ist nicht mehr zu erkennen,
sie gleichen eher goldenen Eiern

das königliche Boot, auf welchem die Figuren anlässlich
des Phaung Daw Oo Festes auf dem See
herum gerudert werden

unter der halb eingestürzten Brücke geht es den Fluss hinauf

in Handarbeit wird das Kanal Ufer mit einer Natursteinmauer
befestigt. Auf dem Bild die Beton- Mischer, die Beton-
Trägerinnen und die Maurer
das Resultat lässt sich sehen
das Vorbereiten der Natursteine für einen weiteren
Mauerabschnitt

trotz harter Arbeit auf der Baustelle sind die
jungen Frauen fröhlich und lächeln uns entgegen




Bambus Steg

der Fluss dient allen!
Zum Abwaschen

auf diesem Floss wird gewaschen

und dies im Schneidersitz!

derweil er auf der Mauer sitzt und
einen Stumpen raucht

die Ochsen kühlen sich im Fluss

an einer Wassertreppe, einen Augenblick später neigt
sich das Boot elegant

der Durchlass ist sehr eng und erfordert Rudergeschick

die Anlegestelle beim Pagodenpark

in Ruhe warten....

sie treiben Schabernack

neugierig schaut sie uns entgegen

derweil er im Schatten ein Schläfchen hält

sie kommen vom Feld

Vom Aussichtsberg sehen wir dieses grosse Feld, alles
in Handarbeit bestellt

Blick über den Pagoden Park gegen den See hin

auf dem Rückweg: eine endlose Arbeit, das Ausbaggern
der Fahrrinnen

das Badezimmer im Fluss!

Brücke nur aus Naturmaterialien gebaut

wieder auf dem See

voll beladen bringen sie ihre Produkte über den Kanal in
die Stadt

ein Boot voller köstlicher Tomaten!

die traditionelle Lebensform wird gepflegt