der Papstpalast zu Avignon
Avignon, eine Stadt in Südfrankreich, mit lebhafter Altstadt, liegt an der Rhone und war früher handelsmässig wichtig, da die einzige Brücke weit und breit über den breiten Fluss führte.
Hoch über einem Felsen thront der Papstpalast in seiner erhabenen Grösse.
Aber die Päpste residieren doch in Rom, nicht in Südfrankreich?
Im Jahr 1304 war Papst Benedikt XI. nach kurzem Pontifikat gestorben. Der französische König Philipp der Schöne wollte aus dem Papsttum ein persönliches Machtinstrument machen. Der französische Einfluss im Kardinalskollegium hielt sich mit dem italienischen in etwa die Waage, sodass das Konklave elf Monate dauerte, bis es 1305 den Erzbischof von Bordeaux als Papst Clemens V wählte. Bis 1417 residierten 7 Päpste im Palast in Avignon. Jeder der Päpste wollte seine Macht demonstrieren und baute mit seinen jeweiligen Architekten den Palast um und aus. Nach jedem Papstwechsel wurde der Palast wehrhafter, noch grösser, reicher und imposanter. Rom wehrte sich immer wieder gegen diese Päpste in Frankreich. Wählten gar einen zweiten Papst in Rom oder versuchten mit Querelen und Intrigen, die katholische Macht wieder nach Italien zu holen.
Ab 1417 residieren die Päpste wieder in Rom.
Zurück in Avignon bleibt ein riesiger Gebäudekomplex mit einem prunkvollen Audienzsaal, diversen weiteren Sälen, ein grosser Speisesaal, vielen, reich dekorierten Zimmern, Wehrgängen, Türmen mit schmalen Wendeltreppen und mehreren Kapellen. Daneben erhebt sich die Kathedrale Notre Dame- des Doms.
An diesem sonnigen Tag tummeln sich sehr viele Besucher im Gebäude. Schlendern durch die düsteren Hallen, bestaunen die prunkvollen Deckengemälde, die Kinder hüpfen und springen durch die schmalen Gänge und wieseln die engen Wendeltreppen hinauf- und hinunter.
In einer Kapelle erwartet uns eine Überraschung. Das Balet OGA (Opéra Grand Avignon) hält eine Probe ab. Lange stehen wir an der Seite und schauen gebannt zu. Es werden keine kurzen Sequenzen geübt, nein am Stück wird ein längerer Abschnitt getanzt. Grazil und leichtfüssig bewegen sich die Tänzer/innen, sie scheinen über den Boden zu schweben. In diesem altehrwürdigen Raum mit dieser Atmosphäre ein schönes Erlebnis! In englischer Sprache werden die Anweisungen erteilt und untereinander besprochen. Obschon es kühl im Raum ist, schwitzen die Akteure vor Anstrengung!
Schliesslich reissen wir uns von dem Spektakel los und erreichen nach unzähligen Treppen, Hallen und Gängen den geschützten Garten der Päpste.
Wie die großen Fürsten des Mittelalters betrachteten auch die Päpste von Avignon die Gärten als integralen Bestandteil ihres Palastes. Die Päpste schufen sich neue Gärten aus denen ihrer Vorgänger, erweiterten ebenfalls den Obstgarten und passten diese ihren Vorstellungen an.
Heute sind nur noch die Gebäudekörper sichtbar, die dort errichtet wurden. Die Prunksucht dieser Männer hinterlässt bis heute diesen gigantischen Palast. Die ganze Anlage beeindruckt durch die imposante Grösse, der luxuriösen Ausmasse und der ineinander verschachtelten, komplizierten Raumsysteme. Bestimmt eine Herausforderung für die Architekten und Baumeister.
Zufrieden und müde verlassen wir schliesslich mit vielen weiteren Besuchern den Palast und stärken uns erst mal auf dem Platz davor, wärmen uns in der Sonne auf und schauen dem bunten Treiben um uns herum zu.
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| über diese Treppe erreichen wir den Jardin des Doms |
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noch diese prunkvolle Treppe hinauf, dann sind wir oben auf dem Felsen
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| der Blick schweift über die Stadt Avignon |
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| auf der gegenüberliegenden Seite der Rhone liegt das Fort Saint- André; im Vordergrund liegt der Campingplatz, verborgen im Wald |
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| der grosse Platz vor dem Palast wird vom kleinen Palast flankiert, er beherbergt ein Museum |

neben dem Eckturm steht die Kathedrale Notre- Dame- des Doms
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| der grosszügig gestaltete Audienzsaal |
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| ein reich verziertes Portal führt in eine grosse Kapelle |
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| Darstellung eines verstorbenen Papstes mit vielen Details ausgeführt |
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| in einer anderen Kapelle wird der Gang zum Kreuz gezeigt; mit Jesus und seinen Bewachern, rechts trauernde Frauen |
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| ein sehr hübsches Frauenportrait |

eine Jagdszene mit Hunden und Falken
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| die Jagd ist in vollem Gange |
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| hier werden Fische aus einem Teich gefischt |
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| ein prächtiger Holzstuhl mit Schnitzereien |
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| eine Truhe für die Schätze, der Bodenbelag besteht mit vielen kleinen, farbigen Keramikkacheln |
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| im ehemaligen Ess Saal mit der speziellen Gewölbedecke aus Holz |
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| der Kreuzgang des Palastes mit begrüntem Innenhof |
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| Blick auf den Garten der Päpste |
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| vor allem Kräuterstauden wuchern zwischen den Hecken |
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| umrahmt von den hohen Palastmauern |

diese Brücke war damals ein wichtiger Handelsweg, heute eine Touristenattraktion. Sur le pont d' Avignon......





















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