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Die Legende vom Old Wives Lake und tausende von Wildgänsen

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  Der Old Wives Lake verdankt seinen eigentümlichen Namen einer alten Cree-Legende, die, wie die meisten mündlichen Überlieferungen, mehrere Versionen hat. Nach einer Version, die den ersten Offizieren der North West Mounted Police von ihren Metis-Führern auf ihrem Great March West erzählt wurde, einer Cree-Jagdgruppe aus dem Osten des Wood Mountain (in einigen Versionen stammten die Cree aus dem Qu' Appelle Valley und reiste über den Fort Qu'Appelle-Wood Mountain Trail nach Südwesten) wagte sich in den frühen 1840er Jahren auf der Suche nach Büffeln den Wood River hinauf zum Old Wives Lake. Anfang des Frühjahrs hatte ein Präriebrand in den östlichen Ebenen die örtliche Büffelpopulation dezimiert und die Cree, denen ihre Wintervorräte an Pemmikan zur Neige gingen, brauchten dringend Nahrung.   Glücklicherweise entdeckten die Cree eine Büffelherde, die am Ufer des Old Wives Lake graste. Die Jäger schlugen ihr Lager am Ufer des Sees auf und erlegt

Von der weiten Prairie in die Wüste von Saskatchewan

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      Über hunderte von Kilometern erstrecken sich die abgeernteten Felder bis zum Horizont. Mal liegen sie wie ein gigantischer gelber Stoppelfeld Teppich vor uns, dann wieder rollen sich gelbe Wellen vor unserem Auge aus. Die Weite und der Himmel scheinen unendlich zu sein. Die Landschaft ist praktisch ausgeräumt, kein Strauch, kein Baum, der den riesigen Feldbewirtschaftungsmaschinen in den Weg kommen könnte. Regional stehen gar die Wohnhäuser, Scheunen und Silos schutzlos in der Gegend. In anderen Gebieten sehen die von Bäumen eingesäumten Höfe wie Oasen in der gelben Endlosigkeit aus. Wenn sich die Farbe von gelb zu gelbbraun ändert, werden die Weiden für die Viehzucht genutzt. Dann fahren wir während hunderten von Kilometern an Stacheldrahtzäunen entlang, es gibt praktisch keine Chance, neben der Strasse zu parkieren. Im Süden der Provinz stehen auf den Feldern zusätzlich zahlreiche einzelne Ölförderpumpen, die gemächlich im Takt nicken. Wird

Bei den Dinosauriern

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    Schon fünf Sonnen ist er mit seinem Pferd unterwegs und trotzt dem eisigen Wind. Nun steht er am Abgrund, dort wo sich der Pfad gefährlich in die Tiefe schlängelt, sich zwischen bizzaren Felsformationen verliert. Vorsichtig führt der junge Indianer sein Pferd hinunter, bis er die Talsohle erreicht. Dort findet sein Tier noch grünes Gras am Flussufer, während sich der Mann zu einer bestimmten Stelle aufmacht. Er gräbt in die Tiefe und legt einen Knochen frei. Langsam nimmt er den Knochen in seine Hände, er ist ihm fremd, es ist ein ihm unbekanntes Tier. Aber er weiss von seinem Ältesten im Stamm, dass diese Knochen magische Kräfte besitzen. Seine Kinder sind von einem starken Husten geplagt und er erhofft sich durch die Wirkung des Knochens eine Besserung. Mit Zuversicht im Herzen macht er sich mit dem Knochen auf den Rückweg zu seiner Familie.   Zweihundert Jahre später herrscht emsiges Treiben im Tal. Aus aller Welt sind Wissenschaftler angereist,