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Hilfe für unser gri-gri Teil 2

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      Und wieder plingt unser Wecker in aller Früh! Wir wissen um den Stau am Morgen und planen genügend Zeit ein, um uns gelassen durchzuschlängeln.   Pünktlich stehen wir um 9 Uhr vor der Garage und werden eingewiesen. Sogleich macht sich ein Mechaniker ans Werk, bockt das gri-gri auf und demontiert die hinteren Räder. Wir dürfen uns im Büro gemütlich machen und verbringen die Zeit mit Lesen. Schon bald ist klar, es müssen auch die Bremsbeläge ausgewechselt werden, macht Sinn, wenn schon die Räder entfernt sind. Die Stunden vergehen. In der Mittagspause ziehen wir uns ins gri-gri zurück, kochen uns eine feine Suppe und Kaffee, danach setzen wir uns gestärkt erneut ins Büro. Am Abend sind alle Arbeiten erledigt! Die Radlager und Bremsbeläge ausgetauscht, die Räder ausgewuchtet und das gri-gri gleitet auf leisen «Finken» auf den Camping zurück!   Am nächsten Tag haben wir (erst) um 11 Uhr einen Termin bei Lucas, der uns den neuen Stromumwandler ei

Ruta de los 7 Lagos

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      Im Gegensatz zum Umland ist die Region um die Seen bewaldet. So rollen wir durch dichte, sattgrüne Wälder. Die Strasse windet sich um tausend Kurven, führt steil hinauf und wieder hinunter. Ein nächster See glitzert zwischen den Bäumen, am Strassenrand explodiert die Blütenpracht der gelben Blüten des Ginsters. Die Wälder wechseln vom hellen bis ins dunkle Grün. Am Abend übernachten wir am Ende des Correntoso Sees unter grossen Bäumen. Er macht seinem Namen, starke Winde, alle Ehre, Schaumkronen tanzen auf dem Wasser und es fallen gar ein paar Regentropfen. Ein paar hundert Meter entfernt verlässt der kürzeste Fluss der Welt, der Rio Correntoso, den See. Er fliesst unter der Strassenbrücke hindurch und mündet darauf gleich in den Nahuel Huapi See! Auf der ganzen Länge überblickbar! Im Lago Correntoso lebt eine Art des patagonischen Otters, der Huillin. Hier taucht er nach seinem bevorzugten Futter, einer Süsswasserkrabbe namens Pancora. Gesehen hab

Hilfe für unser gri-gri - Teil 1

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        Das gri-gri wird allmählich älter, das Fahrzeug ist 21 Jahre alt, der Auf- und Innenausbau auch bereits 17- jährig: es zeigen sich «Altersbeschwerden».   Die Heizung ist ausgestiegen, bläst uns nur noch kalte Luft entgegen. Die Gummilager der Stabilisatorstange sind alt und ausgeleiert. Die Wasserleitungen sind immer wieder an anderen Stellen undicht. Der Stromumwandler hat seinen Geist aufgegeben. Und seit neuestem macht sich beim Fahren ein dubioses Geräusch bemerkbar. Bei der letzten Pannenhilfe mit unserer Pumpe ist das Manometer kaputt gegangen. Und noch was, das nichts mit dem gri-gri zu tun hat, aber für unsere Reise wichtig ist: Unsere Bank hat neue Kreditkarten herausgegeben. Nach 45 Tagen wird die aktuelle Karte, mit Gültigkeit bis 2024, gesperrt.   Höchste Zeit, diese Zipperlein anzugehen! Schon Ende September haben wir mit dem Vertreter von Webasto, unserem installierten Heizsystem, in Buenos Aires per Mail Kontakt aufgenommen, um eine Vert

Bei den Sternenguckern in El Leoncito

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In nächtlicher Stunde stehen wir mit einer Gruppe von weiteren Besuchern auf einer Plattform mit 360° Rundsicht. Über uns wölbt sich ein klarer Himmel. Unzählige Sterne leuchten, blinken und strahlen auf uns herab. Ein Mitarbeiter zeigt uns mit einem starken Leuchtstrahl die verschiedenen Sternbilder, einzelne, von Auge sichtbaren Planeten und Wolken. Bei unserem günstigen Standort ohne Lichtverschmutzung sind mit bloßem Auge etwa 3000 bis 6000 Sterne zu sehen, die alle zur Galaxis (Milchstraße) gehören. Zudem ist die Andromedagalaxie und die beiden Magellanschen Wolken von Auge sichtbar. Die Zahl der mit modernen Grossteleskopen erfassbaren Sterne beträgt über 10 Milliarden.  Er erzählt uns von unfassbaren Distanzen in Millionen von Kilometern, von Gasen, von wie Feenstaub aussehenden weiteren Galaxien. Er erwähnt die gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern, die ihre Vertreter hierhin schicken, aber auch, dass dank dem Internet der Austausch immer mehr per Compute