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durch die Medina von Fez

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    Erwartungsvoll steigen wir in ein Taxi und lassen uns zum Tor Bab Boujeloud bringen. Das Tor ist der repräsentative Eingang zur Medina. Von aussen ist es blau, verziert mit vielen kleinen Kacheln. Die Farbe symbolisiert das Weltliche der Stadt, denn Fez gilt wegen seiner bekannten Keramik als «blaue Stadt». Auf der Innenseite ist das Tor grün, die heilige Farbe des Islam. Das Tor bildet den Übergang von der weltlichen zur religiösen Welt. Hinter dem Tor verzweigt sich das enge, schattige Labyrinth der verwinkelten Gassen. Am heutigen Morgen haben wir die Gassen für uns. Viele Läden sind noch geschlossen, die Touristen in den klimatisierten Hotels beim Frühstück. Für einmal loben wir das Handy. Statt uns mit dem Warenangebot zu bedrängen, sitzen die Händler im dunklen Innern der kleinen Boutiquen und tippen auf den Telefonen herum. So können wir in Ruhe durch die Gassen schlendern. Auf einem kleinen Platz neben dem prächtigen Tor einer Moschee, steht ein ebenso ...

Sommer im hohen Atlas

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      Spaniens Küste versinkt allmählich im Dunst, dafür zeichnen sich die marokkanischen Berge hinter der Küste ab. Vor 50 Jahren waren wir das erste Mal mit unserem VW-Bus in Marokko auf dem Weg in die Sahara.   Die Küstenregion mit dem dichten Verkehr, der Autobahn mit Zahlstellen und den westlich gekleideten Leuten wirkt modern und aufgeschlossen.   Die Umgangssprache ist Arabisch und Tamazight, Französisch hört man im Alltag selten und oft entschuldigen sich die Verkäufer für ihr schlechtes Französisch. Doch die Einheimischen sind sich gewohnt, mit den Touristen umzugehen und durch sie ihren Lebensunterhalt zu verdienen.   Aber etwas hat sich in diesen 50 Jahren nicht geändert. Damals konnten wir Raibi kaufen, ein süsses Trinkjogurt in pinkfarbenen Becher. Wie ich in einem kleinen Laden nach «Raibi» frage, hält mir der Mann einen pinkfarbenen Becher hin!! Der Geschmack (Granatapfel) ist wie damals!! So trinken wir genüsslich das Raibi...