Die Brücke von Biskaya
Die Brücke von Biskaya, die Puente de Vizcaya, ist in Wahrheit keine Brücke, sondern die älteste Schwebefähre der Welt.
Sie verbindet die Orte Portugalete und Getxo miteinander und führt über den Fluss Nervión.
In den 1880igern vergnügten sich die Reichen von Biskaya in den Badeorten an der Küste. Der Fluss Nervión war eine wichtige Schiffsverbindung, dementsprechend herrschte ein reges Treiben auf dem Fluss. Das führte zu Wartezeiten, um über den Fluss zu setzen, was die Oberschicht nervte.
Deshalb beauftragten sie Fachleute, Ideen zu entwickeln.
Die Schwebefähre wurde von dem im französischen Baskenland geborenen Ingenieur und Architekten Alberto Palacio, einem Schüler Gustave Eiffels, entworfen und zusammen mit dem Ingenieur Ferdinand Arnondin gebaut. Die Konstruktion diente dem wachsenden Verkehr der an beiden Ufern gelegenen Badeorte. Palacio sah sich der Herausforderung gegenübergestellt, eine Querung zu schaffen, die den Schiffsverkehr nicht behindert und ohne langgezogene Rampen auskommt, da dafür im Stadtgebiet kein Raum war. Er löste das Problem durch eine Stahlkonstruktion, die durch Drahtseile stabilisiert wird. Die Bauarbeiten begannen 1890. Die Brücke wurde 1893 fertiggestellt und am 18. Juli des Jahres eröffnet.
Die 400 Tonnen schwere Anlage besteht aus zwei 61 Meter hohen Stahlfachwerktürmen an beiden Ufern mit einem zwischen ihnen aufgehängten 160 Meter langen horizontalen Traggerüst in einer Höhe von 45 Metern. Die Türme sind, dem Konstruktionsprinzip einer Hängebrücke folgend, durch diagonal verlaufende Seile im Hinterland verankert. Am Traggerüst hängt eine 15 × 10,4 Meter große Transportbarke, mit der Personen und Autos (bis zu sechs Pkw) transportiert werden können. Die aufnehmbare Nutzlast ist allerdings auf 22 Tonnen begrenzt.
Nun stehen wir, 133 Jahre später, vor diesem imposanten Bauwerk. Neugierig beobachten wir, wie die Barke von einer Seite zur anderen schwebt, mit leisem Surren bewegt sie sich an langen Stahlseilen über den Fluss. Die Fahrt dauert lediglich anderthalb Minuten.
Dieses Spektakel wollen wir uns nicht entgehen lassen und steigen in die breite Kabine.
Mit uns betreten weitere Touristen, diverse Velofahrer und Einheimische die Fähre. Während der kurzen und bequemen Fahrt auf die andere Flussseite wird geschwatzt, gelacht, auf die ehemaligen Herrenhäuser gezeigt und als Erinnerung an das imposante Bauwerk viele Fotos und Selfies geknipst.
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| Der Weg zur Brücke führt uns auf der schön angelegten Uferpromenade zur Fussgängerfähre |
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vom Fluss aus haben wir einen schönen Blick auf die, an Stahlseilen hängende, Barke
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| die Fähre schwebt über der Wasseroberfläche |
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| einer der beiden 61 Meter hohen Stahlfachwerktürme |
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| die dicken Stahltaue für die Verankerung der Türme führen zwischen den Häusern durch |
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| Erklärungen zum Bau der Schwebefähre. Auf dem Bild ist die alte Barke zu sehen, die 1964 ersetzt wurde |
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| dieses attraktive Bild zeigt eine farbenfrohe Segelregatta vor der Brücke von Biskaya |
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| über den hohen Querträger führt ein Fussgängersteg in luftiger Höhe |
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| die Fähre wird in wenigen Augenblicken anlegen |
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| die leere Kabine wird sich gleich mit Leuten füllen |
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Erinnerung an den Erfinder der Hängefähre, an Alberto Palacio
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