Unsere Reiseroute (blogabond)

Donnerstag, 9. Juli 2015

Buddhas und Pagoden






„First a baguuuda, than“....  Das ist Kyaw’s Antwort auf unsere Frage, was wir heute unternehmen. Dabei zieht er den Vokal genüsslich in die Länge, als ob er sich schon darauf freuen würde. Dieses „baguuuda“ klingt noch immer in unseren Ohren.
Ja, Pagoden und Buddhas, das ist ein fester und wichtiger Bestandteil im Alltag der Myanmara. Tief sitzt der Glaube, auch unsere Begleiter knien ehrfurchtsvoll vor den unzähligen Statuen und Schreinen.

Die Geschichte der Shwedagon Pagode zeigt dies deutlich.
Auf seiner Reise in sieben Himmelsrichtungen um 600BC traf der erleuchtete Buddha auf Taphussa und Ballika, zwei Händler. Sie brachten Buddha Almosen, Essen und Trinken. Als Dank schenkte Buddha den Beiden Haarlocken von seinem Haupte.
Unverzüglich kehrten die Händler in ihre Heimat zurück, wo sie mit Hilfe des Königs Okkalapa für die Haare einen Schrein errichteten und darüber eine prächtige Pagode bauten. Während Jahrhunderten wurde die Pagode erweitert, erhöht, Verzierungen angebracht, bis sie in ihrer heutigen Form dasteht.
Knapp 100 Meter ragt sie in die Höhe. Die Spitze besteht aus einer Kugel mit 4351 Diamanten besetzt, die Flagge darunter kragt 130cm aus und wiegt 419 Kilos.
Der goldene Regenschirm ist 13 Meter hoch und hat einen Umfang von 5 Metern. 500Kilogramm Gold wurden verarbeitet mit 83'850 Edelsteinen verziert, 4016 goldene Glocken hängen am Schirm und der Schirm wiegt stattliche 5 Tonnen! Es heißt, für die Shwedagon Pagode wurde mehr Gold verbraucht, als man in Fort Knox oder der Bank of England finden könne.

Rund um die Pagoda sind unterschiedliche Buddha Statuen angeordnet. Alle wurden im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Königen gestiftet und sind aus kostbaren Materialien wie Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Blei gefertigt und mit Edelsteinen verziert; einer ist gar aus einem Stück Jade geschnitzt und wiegt 320 Kilos. Sie alle verheissen dem Betenden die Erfüllung seiner Wünsche. Grosse Menschenansammlungen knien  vor den Statuen und verraten den Buddhas ihre geheimen Wünsche.
Um dem Glück noch besser auf die Sprünge zu helfen, kleben die Männer (nur diesen ist das erlaubt) den Buddha- Statuen dünne Goldplättchen auf. Dadurch haben einige Buddhas ganz unförmige, dicke, goldene Beine!

Wir besuchen auch den Kakku Pagoden Komplex in der Nähe des Inle Sees. Um eine grosse, weisse Stupa sind rund 2500 kleinere Stupas angeordnet, alle reich verziert und mit dem Schutzschirm versehen. Daran angebracht sind viele Glocken, die im Wind eine wunderbare Musik machen! Kyaw erklärt uns, dass die Stupas aus vielen verschiedenen Epochen stammen, immer wieder hat ein Reicher gesponsert und sich eine neue bauen lassen, damit er im nächsten Leben „Pluspunkte“ erhält. Im Jahr 2002 haben die Chinesen eine grosse Spende geleistet und eine Tempelanlage um die Hauptstupa bauen lassen. Bei vielen Pagoden sind Tafeln aufgestellt, worauf der Name des Spenders steht, der die Renovation bezahlt hat. (Dies gibt bestimmt auch „Pluspunkte“ im nächsten Leben.)
Langsam spazieren wir zwischen den Reihen der Pagoden durch, das Geläut der vielen Glöckchen im Ohr.

Eine Parkanlage für einen Riesen! So sieht Bagan am frühen Morgen um 6.30 Uhr aus. Weit verstreut liegen die tausenden von Pagoden, die auch hier während Jahrhunderten von den jeweiligen Herrschern errichtet worden sind, in der Ebene. Die grösseren ragen über die Baumkronen hinaus, von den kleineren sehen wir nur die Spitze. In der Ferne glitzert der Irawadi Fluss, der hier breit und in grossen Schleifen durchfliesst. In den 90er Jahren wollte sich der amtierende Armee Chef ein Denkmal setzen. Er importierte von Afrika Akazien Samen und hat diese mit einem Flugzeug über Bagan verstreut. Nun gibt es hier zwischen den Pagoden afrikanische Akazien, die mit ihrem frischen Grün Farbe in die Landschaft bringen.

In einem Wald versteckt entdecken wir die 1000 Buddhas. Alle sitzen in Reihen unter ihren Schutzschirmen. Neben jedem Buddha ist ein Baum gepflanzt worden. Darum sitzen sie inzwischen in einem Wald;  eine schöne Installation! Ich stelle mich mitten unter sie und drehe mich um meine eigene Achse. Ringsherum sitzen die Buddhas, alle schauen in die gleiche Richtung.

In Mandalay sehen wir uns das grösste Buch der Welt an. Die Buchseiten sind riesige Steinstelen. Für jede Stele, die beidseitig beschriftet ist, wurde eine Pagode zu ihrem Schutz errichtet. Darin ist in ihrer hübschen Schrift die erste Gesetzgebung der Region eingemeisselt. 729 solcher Pagoden gibt es, also sind es 1458 Seiten, die das damalige Zusammenleben regelten! Leider können wir weder im Buch lesen, noch die „Seiten“ umblättern, doch die Grösse, die raffinierte Anordnung der Anlage ist sehr ausgewogen und wird mit Baumalleen unterbrochen, die zum Verweilen einladen.

Während unserer Reise sehen wir häufig Buddha Statuen in Bau. Eine grösser, prächtiger, goldiger, wie die andere! Ein rechter Kontrast zu den einfachen Häusern der Bevölkerung. Wer bezahlt diesen Prunk? Wir erhalten die Antwort, dass alles aus Spenden finanziert wird. Am Strassenrand stehen oft Kinder oder junge Erwachsene mit Silbergefässen, die Spenden für den Buddha erbitten. Es gibt bestimmt vermögende Spender, die sich damit einen besseren Start im nächsten Leben erkaufen wollen, doch der Grossteil des Geldes wird der einfachen Bevölkerung aus der Tasche gezogen!
Auf der anderen Seite finden dadurch sehr viele Leute ihr Auskommen. Die Steinmetze, die Bauarbeiter, die Künstler, Maler, Goldplättchen Hersteller, bis hin zu den Blumenverkäufern, den Souvenirhändlern, alle leben vom „Kult“ rund um die Pagoden und Buddhas. 


auf dem Weg zu Buddha

der liegende, ca. 30 Meter lange Buddha mit
den besonderen Füssen

sie liegt unter dem Buddha

einer der vielen Buddha Statuen
in der Shwedagon Pagode

eine Besonderheit, erinnert uns an die
Verehrung Mutter Gottes

blumengeschmückt

vor dem Tempel


die Glocke wurde aus einem Schiffswrack
geborgen

der Kakku Pagoden Komplex

mit reicher Verzierung

ein Detail der damaligen
Gestaltungskunst

bis oben quadratisch gestaltete Pagoden
sieht man selten

ein Buddha Tempel

viele goldene Glöckchen erzeugen
durch den Wind eine schöne Musik

die Hauptpagode im Zentrum

umringt von goldenen Pagoden

Mönche ins Gespräch vertieft

Blick über die Pagoden in Bagan

steil geht die Treppe hinauf zum Aussichtspunkt

Bagan im Morgenlicht mit der "Parklandschaft"

die Pagoden stehen manchmal mitten im Feld

goldene Hauptpagode in Bagan am Abend

Pagode als Kreiselschmuck in Bago

Im Jahre 2006 wurde die neue Hauptstadt
Naypytaw eingeweiht.
Eine grosse, goldene Pagode ist ein
Ausflugsziel

Die Innenkuppel


im Innenraum wurden Reliefs aus Marmor angefertigt.

bis ins Detail ausgestaltet

Die Bilder erzählen Geschichten vom Buddha


diese Geschichten erinnern uns stark an die Geschichten
aus der Bibel

je prunkvoller die Pagode, desto grösser
und schöner die Spendenboxen

grosszügig wird gespendet

die Seitengänge der Pagode werden
durch die vielen Fenster belüftet.
In den Nischen sitzen kleine Buddhas

ehrfurchtsvoll knien die Gläubigen vor den Statuen.
In der Mitte ist ein blinkendes LED "Feuerwerk" installiert!

Blick auf den Mount Popa. 800 Stufen führen auf die Spitze!

der Eingang zum grössten Buch der Welt in Mandalay

das reich verzierte Holztor beim Eingang

In jeder Pagode steht eine Steinstele mit zwei Buchseiten

das Schriftbild sieht sehr kunstvoll aus
Der Text beinhaltet die Regelung des
damaligen Zusammenlebens,
war also ein Gesetzesbuch.

eine der Stelen von der Seite

ein fröhliches Picknick unter den Bäumen

das Modell der Anlage

auf dem Weg zu Buddha

bei den Steinmetzen

Die verschiedensten Buddha Figuren werden aus dem Stein
gearbeitet

geschliffen, poliert, bis die Fläche glatt ist

jede Ritze wird nachgearbeitet

die fertige Figur wird bemalt
so stehen sie für die Käufer bereit

viele Paguuudas!

in dieser Pagode sitzt der goldene Buddha

alle sind hier, um von Buddha die Erfüllung ihrer Wünsche
zu erbeten

die Männer kleben der Buddha Statue Goldplättchen auf,
damit die Wünsche erhört werden

gelassen sitzt er da.....

und wir immer dicker und dicker....



nicht nur die Beine, nein auch die Arme
wachsen!

Der Buddha im Wandel der Zeit.
Im Jahr 1901war die Buddhastatue noch ohne Gold.
Im Jahr 1935 ist er schon beträchtlich goldener!

Zwischen 1984 und 2010 hat er nochmals massiv zugenommen!

Blick auf die Gläubigen

Robi durfte für den Buddha in einen Deel steigen,
barfuss gehen ist Vorschrift

warten auf einen Spender....

Kinder betteln für Buddha

wer gibt???

auch sie hofft auf eine Spende

Die 1000 sitzenden Buddhas unter den 1000 Bäumen

die Buddha Installation wird erweitert

hier werden die Schutzschirme für die Buddhas hergestellt

und hier die Lotusblumen Schirm- Spitzen
zusammengeklebt

Buddhas und Pagoden!
Rechts im Bild wird der nächste Gigant gebaut!

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